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Schon vor Jahrzehnten hatte man sich bemüht, eine Classi-fication organischer Körper, die auf ihre chemische Constitutionbegründet war, festzustellen; doch konnte solches erst ermöglichtwerden, nachdem eine grosse Anzahl von organischen Verbindun-gen gründlich analysirt war und nachdem Gerhardt seine Homologaaufgestellt hatte.
Die Abstammung einiger organischer Säuren von den Alko-holen war zwar bekannt, doch führte erst die Entdeckung mehrerAldehyde und die Aufstellung der Homologa zur genauen Einsichtin den Vorgang der Ueberführung von Alkoholen in Säuren undwurde es erst nach gründlicher Untersuchung dieser 3 Klassenvon Körpern — Alkohole, Aldehyde und Säuren — möglich, einesystematische Eintheilung derselben zu erreichen, nachdem manalle Glieder jeder Klasse gründlich kannte.
Zur gründlichen Kenntniss dieser Körper trug die Erforschungdes Siedepunktes jedes einzelnen und die Aufstellung des Ge-setzes, dass mit dem Sieigen des Kohlenwasserstoffgehalts CH^auch der Siedepunkt Jeder Reihe dieser homologen Körper um 19°steigt, nicht wenig bei, welche Erforschung sich besonders Herrn.Kopp und Regnault angelegen sein Hessen. Aus folgendem kleinenSchema ist die Entstehung der sogenannten Fettsäure aus denentsprechenden Alkoholen zu ersehen:
I. Homologe Alkohol- Nach dualistischer Nach jetziger
reihe: Betrachtungweise: Betrachtungsweise:
MethylalkoholAethylalkohol (Alkohol)PropylalkoholAmylalkohol
(0=6, 0 = 8)C 2 H 3 0-f HOO4H5 0+HOCgEgO+HOC l0 E n O+HO
(ü = 12, 0 = 16)
(CH 3 ).Ö.H,
(C 2 H 5 ).O.H,
(C 4 H 9 ).O.H,
(C 5 H,,).O.H
u. s. w.
IL Homologe Aldehydreihe:
Methylaldehyd fehlt,
Aldehyd (des Alkohols) n „ _ toder Acetylwasserstoff ^iü 3 ö+i±ö
Propionaldehyd oder Pro- _ „ npionylwasserstoff C 6 H 5 0+HO
u. s. w.
Butyryldehyd, Butyral oder n ,„
Butyralwasserstoff ^sHtU+HO
Valeral- oder Valeryl- n „ „ . „_
Wasserstoff C10H9O+HO
(C 2 H 3 ).O.H
= C 2 H 3 g|
(C 3 H 5 ).O.H
(C 4 H 7 ).O.H= C 4 H 7 gj
(C 5 H 9 ).OH= C5H<i|j