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c) in den obasischen Säuren, z. B. Phosphorsäure zurBase = 3(NaO) + (P0 2 ). O3 = 3 : 3.
Ein gleiches gilt von den Basen, z. B. salpetersaures Eisen-oxyd (Fe 2 0 3 ) -f 3(N0 4 ).0 3 , schwefelsaures Eisenoxyd (Fe 2 0 3 ) +3(S02).0 3 , phosphorsaures Eisenoxyd (FeoOs) + 3(P0 4 ).0 3 .
N0 4 , SO2, PO4 sind demnach Radicale.
Kolbe hat jedoch neuester Zeit ebenfalls das Atomgewicht des• Sauerstoffs, Schwefels noch einmal so gross, nämlich zu 16, 32angenommen und stellt folgenden Satz auf:
In den neutralen Sauerstoff salzen gehört der extraradicalcSauerstoff zur Hälfte dem Metalle (Basenradicale), zur anderenHälfte dem Säureradieale an ; dieser exlraradieale, diatome Sauer-stoff ist das Bindemittel — die Copula —, welche die beiden Glie-der — Metall- und Säureradical — zusammenhält*).
Mit der Annahme des Atomgewichts von Sauerstoff =16, vonSchwefel zu 32 u. s. w erhalten die früher angeführten Formelnfolgende Aenderung:
Salpeter = K(0)N0 2
11
Schwefelsaures Kali = K 2 (02)S0 2 .
lK "Saures schwefelsaures Kali = jjj(0 2 )S02.
in
Triphosphorsaures Silber = Ag 3 (0 3 )PO.
NO/ 'Salpetersaures Blei = Pb(0 2 )]sf(),
11 in
Phosphorsaures Eisenoxyd = Fe 2 (0 3 )0P(Fe = 28).
11 tu
Schlippes Salz = Na 3 (S 3 )SbS + 4i/ 2 (H a O).
Nach dieser Aufstellung ist weder Kalium noch Kali in derVerbindung, es ist also auch keine Ursache vorhanden, die vonBerzelius eingeführte Nomenclatur, welche sich überall eingebür-gert hat, zu verlassen, bis etwas besseres an die Stelle zu setzengelungen ist. Kolbe geisselt mit scharfer Satyre die Namenände-rung mit vollem Rechte, denn sie erschwert dem Anfänger dasStudium.
2) Die Sauerstoffsäuren {als Hydrate) sind Verbindungen derSäureradieale mit eben so viel Wasserstoffatomen als die ersteren
zur
*) Diese Annahme hat so viel Wahrscheinlichkeit für sich, dass siealles, was hei einer Verbindung zweier entgegengesetzter Körper zu er-klären bleibt, ermöglicht. Interessant wäre es, wenn nachgewiesen werdenkönnte, dass dieser copnlirende Sauerstoff Ozon sei. Leider sind unsereKenntnisse vom Ozon noch gar zu dürftig, um im Stande zu sein, solchenBeweis zu führen.