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von grossem Nutzen sein kann, und diesem hierdurchnäher steht, wobei der pharmaceutische Stand anAchtung nur gewinnen muss.
Was nun das Studium der speciellen pharmazeutischen Fächer,pharmaceutische Technik pharmaceutische Chemie und Botanik,sowie Pbarmacognosie anbetrifft, so wäre im Interesse von studi-renden Medicinern und Pharmaceuten zu wünschen, dass fürerstere nur pharm. Chemie und zwar mit Berücksichtigung derEigenschaften der pharm. Ppte, ohne auf ausführliche Auseinan-dersetzung von Darstellung und Prüfung einzugehen, auf den Uni-versitäten gelesen würde, um als Grundlage für die Verordnun-gen von Arzneimitteln zu dienen. Für den Pharmaceuten ist esnothwendig, dass diese Fächer so gründlich und ausführlich vor-getragen werden, dass er seine Ppte und Rohstoffe nach allen Seitenhin gründlich kennt; ausserdem muss er ihre Darstellung practischzu üben Gelegenheit haben, was auch für analytische, gerichtlicheund pathologische Chemie gilt.
Durch solche Einrichtung würden dem Mediciner die pharm.Fächer, die er doch meist als Nebenfächer betrachtet, nicht ver-leidet werden und er den Pharmaceuten, dem diese — des Me-diciners Nebenfächer — Hauptfächer sind, mit andern Augen an-sehen lernen.
Um nun aber ein gründlich theoretisches Studium und ge-hörige practische Uebuug in oben angeführten Fächern zu erlan-gen, ist es nöthig:
a) dass der Pharmaceut wenigstens 4 Semester die Univer-sität frequentire. Wird dem Apotheker vom Staate ein grössererSchutz zu Theil, so dürften seine peeuniären Verhältnisse sichauch so weit verbessern, dass er dem Gehülfen eine grössere Gagezu zahlen im Stande wäre, dieser somit in den Stand gesetztwürde, für die Zeit des Studiums die Mittel hiezu zu sparen. Haupt-sache aber ist, wie ich schon früher bemerkte, dass der Gehülfegut vorbereitet zur Universität komme;
b) dass nur wirklich practisch und theoretisch herangebildeteApotheker (nicht Mediciner, wie noch jetzt auf einigen RussischenUniversitäten) die pharmaceutischen Fächer lesen und die practi-schen Uebuugen beaufsichtigen.
Ich kann dieses Capitel nicht schliessen, ohne darauf auf-merksam zu machen, welche Uebelstände das Selbstdispensirender Homöopathen, sowie der Land- und Thierärzte mit sichbringt; dafehltjede Controle nicht allein, was den Preis der Arznei,sondern auch was Ordnung, Accuratesse und die Güte der Medi-camente betrifft. Ist die Taxe von Fachmännern entworfen, sowerden diese gewiss Sorge tragen, dass die für Thiere bestimmtenArzneien und namentlich die in grösseren Quantitäten gebrauchtwerdenden, nicht zu hoch aus den Apotheken zu stehen kommen.
Was das Behandeln der Kranken von Nichtärzten anbetrifft,wie es das Deutsche Reich aufgefasst wissen will, so haben