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1 (1874) Die Perioden der Geschichte der Pharmacie
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Um die Pflanzenanatoinie war es bis zu Anfang des 18. Jahr-hunderts noch schwach bestellt. Adrian Spiegel lieferte jedoch,wenn auch einen dürftigen Beitrag zu Ende des 17. Jahrhunderts,er war es aber, der das Wesen der Intercellulargänge und ihrerSäfte erkannte.

Was das Leben der Pflanze anbetrifft, so ist es interessant,dass der Engländer Kenelme Digby schon die Wichtigkeit derSalze für das Wachsthum der Pflanzen anerkennt.

In diese Zeit, Ende des 17. Jahrhunderts, fällt auch die Ent-deckung des Mikroskops von Zachariae Jansen, dasselbe fand nun zurBeobachtung dos Pflanzenbaues vielfache Anwendung; namentlichdurch Robert Hooke, dieser entdeckte so die Saftgänge der Pflan-zen und untersuchte das Zellgewebe. Die Lehre des Kreislaufsdes Blutes der Thiere wendet man auch auf den Kreislauf desSaftes der Pflanzen an.

Die Pflanzenanatomie und Physiologie fanden in dem Eng-länder Nehemiah Grew, dem Italiener Marcellus Malpighi unddem Holländer Anton von Leeuwenhoek Bearbeiter. Grew lie-ferte ein vollständiges Handbuch der Pflanzenanatomie in ihrenBeziehungen zur Physiologie; Malpighi förderte die vergleichendeAnatomie und Leeuwenhoek war der genaueste Mikroskopiker undnoch thätiger für Zoologie als für Botanik.

Durch die Bemühungen dieser 3 Forscher wurde der einfacheBau der Pflanzen aus rundlichen, langgestreckten, geschlossenen,nicht in einander mündenden Zellen, welche durch ihre Vereini-gung ein Zellgewebe bilden und in Kügelchen und Bläschenihren Ursprung haben, bewiesen und daher die Verschiedenheitdes pflanzlichen und thierischen Körpers ins helle Licht gestellt.Grew zeigte, dass der Pollenstaub zur Befruchtung diene undverfolgte die Entwicklung des Saamens.

Von grosser Wichtigkeit wareji die Befruchtungsversuche vonRud. Jac. Camerarius (1694), wurden aber nicht nach ihremWerthe gewürdigt. J. H. Burekhard zeigte die Aehnlichkeit derStaubgefässe in verwandten Arten und machte auf sie zurEintheilung der Pflanzen als höchst wichtig aufmerksam. Aussergenannten Botanikern sind noch zu nennen:

Sir Hans Sloane, Joh. Jac. und Joh. Scheuchzer, PeterAnton Michaeli, 11. P. Ruppius, Joh. Jac. Dillon, Eurich Cor-dus, Joh. Thal, Peter Andr. Mathiolus, Prosper Alpinus, JoachimCamerarius, Ludwig Jungermann, Basilius Bester, Barihol. Ma-ranta, Ganzala Hernandez, Bernard Cienfugos, Nicolai Monar-des, Garcius ab horto, Christoph und Joseph a Costa, FranziscusLopez de Gomera, Thomas Johnsohn, Joh. Löset, J. G. Volk-kamer, Georg Eberh. Rumpf, Engelbert Kämpfer, Ludioig Fuille,Paul Bocco oder Sylmus, Pierre Magnol, Leonh. Pleukert, CarlPlumier, Jac. Peliver, Will. Sherard, Sebast. Vaillant, Georg Joh.Kamel fCamellusJ, Joh. Commelin.

Die Zoologie fand erst im 17. Jahrhundert mehre Bearbeiter,unter denen wir nur den für Physiologie der Thiere und Pflanzen