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3) Soll die Geschichte dieser Männer die Jünger der Wissen-schaft zu Fleiss und Thätigkeit anspornen, auch am Weiterhauder Wissenschaft mitzuhelfen*).
Ernst Wagner sagt: Lässt ein Virtuos sich auf einem Instru-mente hören, so findet das Instrument Liebhaber!
Dieser Ausspruch hat sich namentlich in der Naturwissen-schaft nach Linnes Auftreten für das Studium der Botanik, nachLavoisiers, Berzelius und Liebigs Auftreten in der Chemie be-wahrheitet.
4) Hat die Geschichte der Pharmacie aber auch die Aufgabe,die socialen Verhältnisse der Pharmacie in den verschiedenenPerioden ihrer Entwickelung zu schildern und die Gebrechen aul-zudecken, an welchen sie zu verschiedenen Zeiten kränkelte. ZurErfüllung des angedeuteten Zweckes soll nun
1) die allgemeine Geschichte der Pharmacie nach den Pe-rioden ihrer Entwickelung
2) eine ganz kurze Lebensbeschreibung
a) der für die Entwickelung der Pharmacie thätigen Aerzteund Apotheker,
b) der berühmtesten Physiker,
c) „ „ Chemiker,
d) „ „ Zoologen, Botaniker und Mineralogengeben, wobei ich nur bedauern muss, von manchem Manneder Wissenschaft aus Mangel an biographischem Material nurwenig berichten zu können, obgleich mir die Lehrbücher derPharmacie von Buchner, Geiger, Marquart-Ludwig, Capp undBrandes, Göbel und Silier, die Lehrbücher der Geschichte derChemie von M. Kopp, Th. Gerding, R. Wagner, die Geschichteder Apotheker von Phillips, übersetzt von Herrm. Ludwig, Du-mas Philosophie der Chemie, übersetzt von Rammeisberg, Vor-träge über die Entwickelungsgeschichte der Chemie u. s. w. vonLadenberg, A. Wurtz Geschichte der chemischen Theorien, übersetztvon A. Oppenheim, Berzelius Lehrbuch der Chemie, das biogra-phisch-literarische Handwörterbuch zur Geschichte der exactenWissenschaften von Poggendorff, die Lehrbücher der Botanik vonWildenow, Schieiden, Decandolle (übersetzt von Bunge), das Lehr-buch von Moritz Seubert, wie auch das Archiv der Pharmacie,die Bunzlauer pharm. Zeitung, das Nordische Centralblatt fürPharmacie, das Gaugersche Repertorium der Pharmacie und an-dere Werke zu Gebote standen; ausserdem danke ich noch ein-zelnen Herren gütigst für ihre brieflich mitgetheilten Nachrichten.Was die Geschichte der Botanik anbelangt, so erhielt ich erst nachBeendigung des Manuscripts ein zwar kurzes, aber höchst inter-essantes Werkchen: Dr. W. Hess, die Entwickerung der Pflanzen-
*) Dieses war der Grundgedanke, den der Verfasser vorliegendenWerkchens im Auge hatte, nicht eine gründliche Aufzählung aller ge-schichtlich-wichtiger Thatsachen glaubte er daher aufstellen zu müssen,sondern nur einen kurzen Ueberblick der wichtigsten Perioden der Ge-schichte der Pharmacie und der Naturwissenschaften.