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///. Abl/tei/t/ng.
ebenfalls auf diese Beobachtungen. Die schädlichen Salze (denn die Pflanzehat ebenfalls ihre Gifte, welche mit den auf Thiere wirksamen überhauptdieselben sind) werden aber dann, wenn sie in grosser Menge einwirken,deswegen sehr reichlich aufgenommen, weil der Tonus der aufsaugendenGefässe vernichtet wird. Darüber, ob Pflanzen ohne die ihnen für gewöhn-lich eigentümlichen anorganischen Beslandtheile überhaapt bestehen können,und ob sie, falls sie dieselben im Boden nicht vorfinden sollten, dennoch zu'bilden vermögen, sind mannichfache Versuche gemacht worden, ohne in-dessen zu einem bestimmten Kesullate zu führen. Die aufsaugende Thätigkeitder Wurzeln findet aber in gehörigem Grade nur dann statt, wenn die Erdeflüssiges Wasser in hinreichender Menge enthält, also nicht im Winter, nichtin der dürren Zeit der heissen Zone. — Die Auflösung der aufgenommenenStoffe heisst nun Pflanzensafl und derselbe steigt mit einer, zum Theil vonder Wärme bedingten Energie in den Gefässen , von denen man nichtweiss, ob sie bloss capillarisch oder auch selbstlhätig wirken, in die Höhe.Dabei verändert er sich allmählig, scheint wenigstens concentrirler zu wer-den. Weiter wissen wir aber auch nichts von ihm, weder wo, noch aufwelche Weise er zu dem Wachsthum der Pflanze verarbeitet wird. Diesehr allgemein verbreitete Meinung, dass der Saft im Innern des Stam-mes bis zu den Blättern empor- und von da in den Gefässen des Splintes,um zu Bildung neuer Holzzellen verwendet zu werden. wieder herabsteige,ist noch keinesweges bestimmt erwiesen. Gewiss ist, dass die Pilanzenstämmeim Frühjahr am saftreichslen sind; man streitet aber noch darüber, ob imWinter mehr Saft im Stamme enthalten sei, als im Sommer, ob man daherBauholz im Winter oder im Sommer fällen müsse. Das zweite, worüberwir gewiss sind, ist, dass der Safl in den Blättern eine Hauptveränderungerleidet, weil nachweislich hier gasförmige Stoffe aufgenommen und abge-schieden werden, ganz der Respiration der Thiere analog. Zunächst ver-dunstet aus den Blättern Wasser, um so weniger, je mehr sich die Blätterdem Absterben nähern — womit überhaupt natürlich ihre Function sich en-digt. Zweitens aber wird nach übereinstimmenden Beobachtungen unter demEinflüsse des Tageslichts die Kohlensäure der Luft absorbirt, jedoch mitZurücklassung eines Theils vom Sauerstoffe, daher scheinbar Sauerstoff ex-halirt zu werden scheint. Kohlensäiirehallige Luft ist daher wesentlicheBedingung zum Gedeihen der Pflanze. Die Kohlensäure darf aber auch niclilzu reichlich sein, denn im Dunkeln ahsorbiren die Blätter ganz einfachSauerstoff, daher man sonst meinte, dass Stickstoff ausgehaucht würde.Indessen sind die in dieser Hinsicht angestellten Versuche noch sehr zuvervollständigen. Roussixcault hat endlich neuerdings durch genaue Ver-suche unwiderleglich gezeigt, dass die Pflanze viel mehr Stickstoff aus derLuft absorbirt, als aus dem Boden; worauf sich die Vorlheile der grünen