Einleitung.
Die Pflanzenchemie*) beschäftigt lieh mit den chemischen Eigenschaftenaller Stoffe, welche die verschiedenen vegetabilischen Organismen zusammen -setzen [oder durch verschiedenartige Zersetzungen und Umwandlungen ausihnen gebildet werden können]. [Sie schliefst natürlich alle jene Stoffe ans,welche ihrer Natur nach rein anorganisch, als mehr oder weniger zufälligeAblagerungen in pflanzlichen Organismen angetroffen werden. Wir erinnerndabei nur an die in manchen Pflanzen vorkommenden Krystallisationen vonkohlensaurem Kalk u. ,. W .J. gebon die Zuh , der w i r tli c h in der Naturgebildet vorkommenden Pflanzenstofle ist sehr gros*, aber verhältnissmäsfignur wenige ift man im Stande völlig re i n darzustellen, wodurch die Behand-lung dieses Theils der Chemie sehr schwierig wird. Um von einem Pflan-
•) Im Verfolg dieser Einleitung wird man sehen, dass die Fortschritteder Chemie uns auf einen Punkt geführt haben, wo die früher ange-nommenen chemischen Unterscheidungen der organischen und anorga-nischen Körper nicht mehr Stich halten. Diess kann wenig verwundernwenn man einerseits bedenkt, dass wir nicht die organisirtenKörper zerlegen, oder mit andern Worten die Gesetze der Organisationchemisch nachweisen können, sondern nur die materiellen, dem Kreisedes Lebens entzogenen Substrate und die weiterhin aus diesen entste-henden Produkte; andrerseits — dass von allen diesen Stoffen nur diein den lebenden Körpern gebildet vorkommenden Stoffe (welche nochdazu, wie wir sie kennen, meistens nur Aggregate mehrer sind) unterdem dauernden Einflüsse der Lebenskraft entstehen — welcher man dochauch mit Recht mir eine modilicirende, nicht eine völlig aufhebendeEinwirkung auf die bestehenden Verbindungsgesetze einräumen kann.Worin diese Modifikation wahrscheinlich besteht, werden wir untensehen. Aus dem Gesagten ist aber klar, dass eine durchgreifende Ei».theilnng gegenwärtig nur dann zu erlangen ist, wenn man das Kriteriumdes Ursprungs festhält. Anm. d. Uebers.
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