Vierte Abtheilung.
Von den einzelnen Theilen der Pflanzen undihrer Zusammensetzung.
lUifi folgenden Analysen einzelner Pflanzenlheile haben in physiologischerHinsicht sehr wenig Bedeutung; denn man würde bei einem Thiere aus derAnalyse einer gtinzen Extremität u. s.w. Buch nicht auf die Function schlies-sen können; höchstens für das Vorkommen gewisser Ablagerungen sind siewichtig. Dagegen dienen sie überhaupt als allgemeine Beispiele für die inder Natur vorkommenden qualitativen und quantitativen Vereinigungen derin der ersten Abtheilung abgehandelten Stoffe. Namentlich in dieser undzweitens in praktischer Hinsicht geben wir im Folgenden eine Auswahl ausder sehr grossen Anzahl von Pflanzenanalysen, wobei wir natürlich im All-gemeinen die neueren Analysen den älteren vorziehen, wegen der grössernVollkommenheit der analytischen Verfahrungsweisen, die freilich noch jetztManches zu wünschen übrig lassen. Man hat eigentlich kein Mittel, die so-genannten nähern Bestandteile der Pflanzen zu trennen, als die successiveErschöpfung mit indiflerenten Lösungsmitteln — Aethar, Alkohol und "Wasserim kalten und warmen Zustande.]
Capitell. I
Pflänzensäfte.
[In der vorigen Abiheilung ist bereits erwähnt worden, dass wir unsnicht rühmen können, bestimmte Gattungen der Pflänzensäfte isolirt zu haben.In der That sind auch die hier zu erwähnenden Substanzen alle mehr oderweniger Gemenge aller Säfte der Pflanze und halten noch dazu verschiedeneQuantitäten anderer, in der Pflanze selbst im festen Zustande abgelagerterStoffe in Auflösung oder mechanischer Suspension. Man gewinnt diese Säfte