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ohne das* man sie doch hieher rechnen könnte; wie z. B. den Aether. Eswäre deshalb nöthig, bestimmte Charactere für die Alkaloide festzustellen.Glücklicherweise zeigen die bis jetzt bekannten Alkaloide in gewissen Eigen-schaften eine so grosse Uebereinslimnning, dass sich daraus wenigstens etwasabstrahiren Iässt. Die meisten Alkaloide reagiren im freien Zustande alkalisch;sie verbinden sich alle in bestimmten Verhältnissen mit Säuren zu grössten-teils krystallisirbaren, vollkommen neutralen Salzen, haben aber meist einegewisse Neigung zu Bildung zweifach saurer Salze; sie fällen die meistenMetalloxydsalze und werden ohne Ausnahme von Gerbstofflösung als zwei-fach gerbsaure Salze niedergeschlagen*). Sie sind fast alle in Wasser schwer,in kochendem absolutem Alkohol am leichtesten löslich. Mit "VVasserstoffsäu-ren vereinigen sie sich, selbst im wasserfreien Zustande, direct ohne Was-serabscheidung zu erzeugen. Zum Theil auch mit Jod; das Chlor aberwirkt auf mehrere characterislisch zersetzend ein. Salpetersäure erzeugt mitallen Alkaloiden Oxalsäure, oft auch Pikrinsalpejersäure. Alle bis jetzt entdecktewahre Alkaloide enthallen Stickstoff und zwar nach Liebig's Untersuchungenin einer solchen Menge, dass ihre Sättigungscapacität als von einem fertigvorhandenen Ammoniakatom abhängig gedacht werden kann; die mit einemAtom Säure verbundene Base enthält nämlich durchgängig (wovon jedochStrychnin und Brucin eine Ausnahme zu machen scheinen) 2 Atome Stick-stoff. Das erwähnte Verhallen der Basen zu Wasserstoffsäuren spricht fürdiese Ansicht — dagegen vielleicht, dass man ein vollkommen wasserfreiesschwefelsaures Strychnin herstellen kann, dass die cyansauren Salze der Al-kaloide durch Auflösen in Wasser und Verdunsten keinen Harnstoff liefern,dass man endlicji im Aether schon eine slickslofffreie Pflanzenbasis kennt —wodurch die basische Eigenschaft als nich abhängig vom Sticksloffe erwiesenwird Letzterer Grund kommt freilich nicht sehr in Betracht, da wir auchVieles nicht Säure nennen, was sich unzweifelhaft mit Basen verbindet —es kommt hier darauf an, ob ein Stoff an sich als sauer oder alkalisch er-kennbar ist. Das ist beim Aether nicht der .Fall, wohl aber bei den be-stimmt characterisirlen Alkaloiden. Nehmen wir also immerhin Stickstoff-gehalt als wesentlich für den Begriff eines wahren Alkaloides an, ohnedie theoretische Frage über die Rolle dieses Stickstoffes entscheiden zukönnen. Die Entscheidung über die wahre Zusammensetzung der AJka-ioide wird auch durch den Umstand sehr erschwert, dass bei dem grossenAtomgewichte der Alkaloide und der grossen Anzahl einfacher Atome, welchesie enthalten — eine ganz genaue Formel zu geben da fast unmöglich wird,wo uns nicht andere Relationen onterstülzen. Unter diesen Relationen ver
• Man vergleiche die Anmerkung zur Eiuhengerbsäure.
Anm. des Uebers.