Vor w ort.
VII
Ueberhaupt soll die ganze letzte Abtheilung nicht als Reperto-riuni, sondern nur als Beispielsammlung und zugleich als Gele-genheit, Einiges erst während des Drucks bekannt gewordenenachzutragen, dienen. Die Droguen nach ihren ganzen Eigen-schaften , Verfälschungen u. s. w. abzuhandeln, ist nicht Sacheeines chemischen Handbuchs. Den undankbaren Abschnitt überchemische Pflanzenphysiologie hätte der Verf. lieber ganz weg-gelassen und bescheidet sich gern, wenn man mit der Art, wieer ihn auffasste, nicht zufrieden sein sollte. Thomson hat ihmmehrere Bogen gewidmet, aber dabei eine sehr grosse Unkennt-niss der neuern Forschungen an den Tag gelegt. — In Allemaber, was gegeben wurde, sind die Quellen, auch noch währenddes Drucks, so benutzt worden, dass das Buch für den TerminJohannis 1839 als ganz vollständig und abgerundet gelten kann.Eine solche Vollständigkeit machte aber, wenn das Buch nochbequem zu handhaben sein sollte, auch eine gewisse, zuweilenfast auszugsartige Kürze und Präcision der Schreibart nöthig,von der nur an einigen Orten abgegangen werden konnte. Siesticht allerdings gegen die englische Breite etwas ab, wird aberhoffentlich nicht unzweckmässig befunden werden.
Was die Richtigkeit der Thatsachen anlangt, so werdendem Verf. hoffentlich keine grossen Verstösse vorgeworfen wer-den können. Er hat sich bemüht, möglichst sorgfältig das Ge-gebene zu benutzen, und ist in Zweifelsfällen den ihm amsichersten scheinenden Angaben gefolgt. Wo es nöthig schien,sind die Autoritäten genannt, Citate aber hätten theils zu vielRaum weggenommen, theils schienen sie für den vorliegendenZweck überflüssig zu sein. Solchen Nachlässigkeiten, wie siesich an einigen Stellen, z. B. beim Smilacin, althionic acid u.s. w. bei Thomson finden, wird man hoffentlich nicht begeg-nen. — In theoretischer Beziehung wurden, bei möglichsterKürze, vorzugsweise, die Grundansichten von Berzelius undnamentlich auch von Liehig, als die ohne Zweifel allgemeinstenund gewiss auch consequentesten, zum Grunde gelegt, Abwei-