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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
Entstehung
Seite
139
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„und woran empfand«, Wik es denn, wenn wir nicht auch in„unserm Vaterlands solche Charaktere; solche Denkungsart,„solche Quellen und Folgen und Verhältnisse der Neigungen,„des Temperaments, der Leidenschaften vor Augen sähen ? —„Ließ ist also das Erste: die menschliche Natur ist dem„deutschen Dichter so wenig, als irgend einem Andern„verschlossen."

„Wir haben keinen Nationalcharakter, sagt man?„wir ahmen nur Andere nach? — Laßt es seyn, daß wir„französische Hüte und Frisuren und Soupers, und wer„weiß was Alles, haben, haben wir deswegen nicht ein„Herz? haben wir deswegen nicht Neigungen, Leidenschaft„len? mit einem Worte, sind wir deswegen keine Men«„sehen? — Nun, wie gesagt, mahlet uns nur den Men»„schcn, dieß ist das Hauptsächlichste, dieß ist dasjenige,«was ihr mit den Scribenten aller Nationen und aller Zei«„ren gemein habt."

„Aber frcnlich muß jeder Schriftsteller, und Vorzug«„lich der dramatische, für feine Nation arbeiten. Und„das sollte der Unsrige nicht thun können ? Man bemerke„nur erst den Unterschied zwischen Nationalcharakter und ^„den Sitten einer Nation, wie auch den einzelnen Cha-„rakteren, die daraus entspringen. Jener ist ein abstra«„hirter Begriff, dessen Wichtigkeit allemal sehr zwe^Seu.„tig bleibt, allein diese beyden keztercn fehlen uns so we«„nig, als irgend einer andern Nation. Um nicht weit«»laustiger ju seyn, so frage ich: ob der Licentiat

„sanser,