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«blos, well man ihn oft gelesen ober gehört hat, hinge-„fezt wird. Es ist richtig, daß ein Volk so allgemeine„Züge des Charakters haben kann, daß man daraus ein,'«„gsrmaßei, einen Nationalcharakter zu entwerfen befugt„ist. Aber wer glauben wollte, daß das den geringsten„Einfluß in die Sache, wovon wir hier reden, haben„kann, der verwechselt entweder die Begriffe, oder hat„ganz und gar keine davon. Wir wollen uns erklären.„Derjenige, der den Menschen mahlen will, muß das„menschliche Her; gan; kennen, und ganz studiert haben.„Nun ist sich aber dasselbe, was das Wesentliche betrifft,„überall gleich, und daher inceressirt uns ein großer Mei-„ster in dieser Kunst, er mag nun vor 1020 Jahren ge«„lebt haben, oderizt, in England oder in Deutschland,„in Rom oder in Berlin, obschon nicht ganz auf die nem«„ liehe Weise. Auch wird derjenige, welcher fremde Völker aus„demGrunde kennen lernt, zwar immer viel Eigcnthümliches,„daran ist kein Zweifel, aber vielleichtauch, was Davis„Simple urtheilte, finden: daß dasjenige, was man„Sitten und Gebrauche verschiedener Nationen nennt,„beinahe nur in äußerlichen Ceremonicn bestehe, die mit„dem Herzen nichts gemein haben. Rufen wir nicht bey„einem Charakter des Terenz, rufen wir nicht oft bei) der„Clariffa aus: das ist getroffen! das ist recht die Ge«„schichte des menschlichen Herzens! das ist die wahre Na«„kur! das ist aus dem gemeinen Leben wie aus der Quelle„geschöpft! und doch sind wir weder Römer noch Englan-„der. Wie? dicß können wir bcy Andern empfinden? und„gleichwohl sollten unsere Genies cs nicht mahlen können?
„und