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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
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Mein Gott! was soll das heissen? wie kann man ge-gen Etwas den Poltron spielen, was keinen unangeneh.men Eindruck mehr auf uns macht? Ob der Verfasser sichwohl selbst verstanden hat?

»In so fern ist also unser Publikum daran Schuld,„daß wir kein tragisches Nationalihearer haben. Liber„auch unsere Dichter lasser, sich Manches zu Schulden„kommen, was sich nicht durch ihr Publikum entschuldigen„läßt. Sie stellen dar nur dem Charakter eines Egoisten,„nach dem Verhältnisse, was die Gegenstände zu ihnen„selbst haben, anstatt daß sie die Beziehungen der Gegen-„stände unter einander schildern sollten, nach einem allge«„meinen Princip."

Erstens kann das nur von schlechten Dichtern gelten.Zlweptens kann es von den allermeisten Trauerspielen geracegar nicht gelten. Denn man setze den ausgemachtestenEgoisten hin, um einen Orest, eine Merope, oder einenTinioleon zu schreiben, so sehe ich nicht ein, wie er, mitdem besten Willen seinen Egoismus einzumischcn, Verhält-nisse dieser Gegenstände zu sich selbst finden könnte. Erisi also gezwungen, die Beziehungen derselben unter sichaufzusuchen, und sie so darzustellen. Das allgemeinePrincip ist abermals die Natur.

»Ist der Zuschauer nicht in derselben Stimmung wie„der Dichter, so geht die Dichtung für chn verlohren."

Der Zuschauer mag seyn in welcher Stimmung er will;wenn der Dichter gut ist, so wird er Jenen schon in die

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