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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
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Misanthrop hingegen, sollen, außer ihrem Charakter, nochden der Nation haben, „und man dürfe nur diese,, von„Jenem abziehn, um zu wissen, was übrig bliebe." —Wenn das ist, warum gebt ihr uns denn nicht ein beleh-rendes Veyspiel? warum zieht ihr denn nicht von Molie-res Misanthropen ab, was der Nation zugehöct, undlaßt uns schauen, was übrig bleibt?

In Meinau soll man '„bald die tiefste Schwermuth„erblicken, bald soll er ganz wohlgemuth fcyn, und seine„Angelegenheiten mit der größten Unbefangenheit bctrei«„bcn." — Beweise sucht man abermals vergebens. Esscheint daher, daß der Verfasser seine Kritik nicht mit dergrößer,, Unbefangenheit treibt, und daß der laute Beyfall,den das Stück erhalten, ihm nicht vergönnt hat wohlge-niuch zu seyn.

„Man weiß daher nicht, heißt cs weiter, wohin„man ste bringen soll, weil man in ihnen weiter nichts er-„kennt, als Leute, die nicht so handeln wie wir." —Wenn dieses weil richtig Ware, so müßte der Fall sehr oftVorkommen. Wohin bringt wohl der Engländer seinenFallstaff? — Wenn doch der Verfasser mir und dem Pu-blikum den Dienst erwiese, von derRolle des Fallstaff das-jenige abzuziehn, was der Nation angehört. Mich dünkt,Fallstaff ist auch ein Narr für sich.

Vom Trauerspiel heißt' es: „unsere Dichter finden„in unseren Herzen sich keinen bestimmten Punkt angewie-sen, auf welchen sic losarbeiten könnten; durch Schre-cken