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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
Entstehung
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ich hier ein würkliches körperliches Gebrechen/ eine fehlerhafteOrganisation des Unterleibes, die Mißgeburten der Einbil-dungskraft erzeugt, und das, was wir Seele nennen, so jäm-merlich beengt, daß der arme Gequälte Alles falsch sieht,Alles falsch beuriheilt. Zu dieser Klasse gehörte vielleichtRousseaus Menschcnhaß, und die Zeichnung dieser Gattungbegehrt weit grellere Farben, als die der Andern, die nurgleichsam tcmporair im Kopse sizt; die der Mensch sichselbst crgrübelt hat» um sich für unverschuldete Kränkun-gen zu rächen; die er nur deshalb auf das ganze Men-schengeschlecht wirft, um sich nicht gestehen zu müssen, daßer sich blos in den Individuen geirrt, und daß dieser Jrr-thum seine eigene Schuld sey; mit einem Worte, einMcn-schrnhaß, der ihn zwar nicht hindert, richtig zu sehenund zu urthcilen wie vorher, ihn aber gegen sein eignesbesseres Gefühl bewaffnet, und in ewigem Kampfe erhalt.Hier kann und must der Dichter sich sanfterer Farben be-dienen; denn vor Len Augen des -Herzkranken ist Allesdunkel, vor denen dcsRopfkcanken hangt nur ein Schleyer,und wenn wir — wie in meinem Schauspiel — Freundschaftund Liebe diesen Schleyer wcgziehn, so wird cs wieder Hel-ler Tag. — Aus diesem Gesichtspunkte habe ich denCharakter des Menschcnhassers genommen; vom deutschenNationalcharakter konnte dabey gar nicht die Rede ftyn.

Uebrigcns ist es höchst lächerlich, daß der Verfasseroder die L. Z. diesen Mcinau unter die Nackenrollen zählt,und sagt: „er sey kein Narr der der Nation angehe, son-»dern ein Narr für sich.« Der französische und englische

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