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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
Entstehung
Seite
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»deutsche Bibliothek so wie die Littraturzeitung sich um diedeutsche Literatur gegründete Verdienste erworben habe."(Ein unerwiesener Vordersatz, von dem man nie ausge-hen sollte, denn wie, wenn man es würklich in Abredewäre?)Ist man das," (soll husten ist man das nicht;die Herren nehmen cs mit ihren Construclioncn nicht garzu genau,) »so ist cs zum mindesten undankbar, diese Jn-stitute um der Menschlichkeiten willen» die sich allenfallsdaran ausspürcn liesten, so tief herabzuwürdigcn, und»dem Spott des Publikums Preist zu geben."

Also Menschlichkeiten lassen sich allenfalls an der L.Z. ausspürcn? wie sanft! wie leise! wie schonend!und diese Menschlichkeiten soll man ihr um ihrer Verdienstewillen verzeihen? Da müßte man so verliebt in ihreMachtsprüche seyn, als Lessings Prinz in Emiliens Schön-heit! viel gefoderl sehr viel aber sie heißt Lire»raturzrilung gewahrt! Ja, wenn ihre Mensch,lichtesten nicht oft in Unmenschlichkeiren ausarteten; undwenn das angerühmte Verdienst unbestritten wäre. --

Auf Treu und Glauben, ich weiß im Fache der schö.nen Wissenschaften nur sehr wenige Ncccnsionen, die An-spruch auf Gründlichkeit, Bescheidenheit und Unpar-rhe/lichkeir mache« könnten. Um die leztcre Tugend selbstzu üben, will ich auch von solchen das Erste beste Beyspiel ge-hen, das mir am nächsten zur Hand liegt: die Neccnsio«des -Hesperus, die ich für gründlich, bescheiden und wahnanerkenne, die in einem kalten, unparlheyischcn Tone ge-

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