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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
Entstehung
Seite
95
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burtstag besungen, und in einer Ode ihn Mäcenas ge«nannt hat; er will ihm wegen dieses Talents wohl, unddenkt ernstlich auf seine Beförderung. Fritz hat durch sei-nen Fleiß eine alte Mutter zu ernähren, und liebt ein sitt-sames Mädchen, in dessen Armen er sich einst den Himmelauf Erden verspricht; er harrt: daher mit Sehnsucht aufdie versprochene Beförderung. — Es währt lange damit,alle Plätze sind bcsezt, und wenn auch Einmal der Engelden Leich bewegt, so springt immer eines reichen oder vor«nehmen Mannes Sohn vor ihm hinein. Doch Geduldund Hofnung erhalten seinen Muth; freylich muß erbrav arbeiten, und zwar seelenlose Arbeit — Finger-beschäftigung — absckreiben. Kein Wunder, daß er zurErhohlung dann und wann ein Liedchen dichtet, welchesseinem Mädchen, dem es zugecignet ist, besser gefällt als ihmselbst. Aber der Erhohlungsstunden sind wenige; er muß womöglich auch aus diesen einen klcincnDortheil zu ziehen suchen,und da überrascht ihn zum Erstenmale der kühne Gedanke: wiewenn du deine Licderchcn sammeltest und drucken ließest?sie sind freylich nicht viel werth, aber du darfst sie nurunter einem bescheidenen Titel in die Welt senden, kannstsie etwa Moos vom Parnasie nennen, damit dich ja Nie-mand beschuldige, du habest dort Lorbeerzweige pflückenwollen. Vielleicht zahlt doch irgend ein gutherziger Ver-leger ein paar Thaler für den Dogen; der Winter nahtheran, und du kannst deiner alten Mutter eine wärmereStube dafür verschaffen. — So rechnet er, und tragtsein Bündelchcn in den Buchkaden. Es wird angenom«men, gedruckt, und Fritz erreicht seinen Zweck. Freylich

erwirbt