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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
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ten; wenn zum Bcyspiel der Verfasser Oberons, des DomCarlos u. f. w. die unvollkommenen Werke talentvollerZöglinge beurthcilte, statt jener verstümmelten Auszüge,jener schaalen Spöttereyen, jener trockenen Analysen, undalbernen Machtsprüche, aus denen auch nicht ein Cchim-wer von Kunstgeist hervorstrahlt; dann würde manUrtheile Horen, von der Erfahrung beleuchtet, und vonder Gerechtigkeit ausgesprochen; der Name Recensent, jeztein Ekelname, würde Ehrfurcht einflößen; Aufmunterungund Tadel würden Hand in Hand gehn; der vollendeteMann würde sogleich gewahr werden, von wo der Jüng-ling ausgieng? welches sein Ziel war? ob er sich gleichLcym Ersten Schritt, oder wahrend seines Laufes verirrthat? ober in der Wahl, oder in der Behandlung seinesGegenstandes fehlte? er würde ihm den Punkt andeuten,wo er zu irren anfieng, ihn zurückzuführen, ihm die Klip-pen zeigen, und ihn die Kunst lehren, sie zu vermeiden;kurz! der Jüngling würde nicht allein lernen, wo er esschlecht gemacht hat, sondern auch, wie er es hätte bes-ser machen können, und das Publikum würde gut dabei)fahren. Solche Critikcn, weit entfernt den Schriftstellerzu demüthigen, würden vielmehr eine schmeichelhafte Aus-zeichnung seiner Werke seyn; man würde einen Vater sehn,der seine Kinder mit liebevoller Strenge zurechtweißt, undihnen zuruft:

Disco ^uer virtutem ex me, verum^ue lahorem!

Eilf-