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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
Entstehung
Seite
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dieses Lob mit ein? Jffland ist ein liebenswürdiger Dich-ter, treu der Natur, und unerschöpflich in rührendenDarstellungen häuslicher, interessant«r Situationen. Dassage ich aus der Fülle meines Herzens, und das Urtheileines Nebenbuhlers ist gewiß unbestochcn. Aber wenn einRecensent den Umstand erwähnt: daß Jfflands Stückeoft gespielt werden, und daraus den Schluß zieht, daßsich für Sie Fortschritte Ves reine,, Geschmacks vielangenehmes hoffen lasse; so schließt er inconsequem; dennmeine Stücke werden wenigstens eben so oft gespielt alsJene. Da nun aber das, wie die Recenftnttn wollen,gerade gegen den Geschmack des Publikums beweißt,so folgt daraus, daß das Publicum zugleich Fortschritteund zugleich Rückschritte lhut, und daß also der Recen-scnt etwas Albernes gesagt hat.

Ich glaube hinlänglich erwiesen zu haben, daß die Li-teraturzeitung , in Rücksicht auf das Publicum, zu de»,jenigen Freunden gehört, die die besten, nachgiebigstenLeute von der Welt sind, so lange man ihnen Recht giebt;mit denen man aber plötzlich zerfallt, so bald man cswagt, ihnen zu widersprechen. Sie hat keinen andernMaasstab für fremdes Verdienst, als ihr eignes Urtheil,und wer das nicht unterschreibt, der ist ein Dummkopf.

Wohlan! wenn ihr Urtheil doch nur immer gleich-lautend wäre; wenn es sich nicht so oft widerspräche;wenn sie einerlei) Sache nicht hier tadelte und dort lobte;wenn man ihr Institut als ein Ganzes betrachten könnte,in dem überall der nehmliche Geist weht: so würde man

ihr