Druckschrift 
Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
Entstehung
Seite
50
Einzelbild herunterladen
 

zo

„ne Stelle würkt, Thranen, die das Vergnügen ihm aus»»preßt. Der verzweifelnde Huber» dem dieses Vergnü-»gen eine Marter ist, weint auch in einem Winkel, aber„es find Thronen der Wuth. — Wohlan, armer Huber!„wenn diese gebrechliche Ehre, dieß Glück eines Andern„dein Herz zerreißt, so ziehe mindestens Vortheil aus dei-nem Kummer, verdiene einen ähnlichen Veyfall; dichte,„feile, und vor allen Dingen streiche aus. Dem Publikum„gefallt Menschenhaß und Reue; ist das eine Beleidigung„für dich? wohlan, fasse Muth! schreibe! mach'es besser!"— Aber nimm es mir nicht übel, daß, so lange ich mitMeliere auSrufcn kann:

?i'eL 0 Hu' eri pIulieuk-8 lieux on fronte,

käsis oü partout vs taut cie monäe,

ich deine ohnmächtige Wuth nicht achten werde. „Die be«„sie Antwort," sagt eben jener große D-chter, „welche„man den Necensemen geben kann, ist ein neues Schau-„spiel, welches so wie alle übrigen Deyfall erhält." DieseAntwort haben die Herren schon oft von mir erhalten, aberdennoch die Hofnung noch nicht aufgegebcn, das Publikumju überreden, daß es einen erbärmlichen Geschmack besizt.

„Eitel" — sagte die Literatur-Zeitung im Marz 1-^94,und sprach sich ihr eignes Urtheil — „Eitel sind auch bey„andern Nationen oft die besten Schriftsteller; allein der„anmaßliche impertinente Ton, in welchem nicht b-'os„Knaben und Stümper, sondern viele sonst würklich Hute»Köpft, und manche betagte trefiiche Schriftsteller, zum

»Publft