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wohlerzogenen Menschen, daß er mir selbst seinen Tadelmit Schonung vorlragc; daß er mich nicht hämisch vor,spotte, sondern ernst und kalt, ohne alle Anzüglichkeitspreche; daß er sich nicht den Knabenmuthwillen erlaube,mich durch einen heimlich angchangtcn papiernen Haarbcu-tcl, oder so etwas dergleichen, dem Publikum zum Ge-lachter aussetzen zu wollen; kurz, daß er in allen Stückendas Gegentheil der Jenaer Literatur-Zeitung sey.
Die Erste Art von Krittcley, durch welche man meineanspruchiosen Produkte herabzuwürdigen gedenkt, bestehtin bloßen Worten, die der Franzose pliiaftx und Ar-meismots zu nennen pflegt; das heißt, solche, bey denen mandie Backen voll nimmt, und sie mit gravitätischer Anstren-gung in die Luft hinaussiößt, daß sie das Ohr füllen,und den Geist leer lassen. Man sagt nämlich, es fehlemeinen Schauspielen an Lonfistenz und -Haltung! —Was sie mit ihrer Konsistenz wollen, verstehe ich nicht,und bitte mir darüber eine Erklärung aus; die sogenannte-Haltung aber, besteht, nach Sulzeis Theoric.charin: „daß»man nahe Gegenstände" (also im Schauspiel die Haupt-personen) „genau auszcichi,et, und im Kolorit ausführ»„sich bearbeitet, die Entfernteren hingegen nur im Gau«„zcn anzeigt und schwacher ausmahlk." Habe ich gegendiese Regel gesündigt, so wünschte ich wenigstens, daß csden Herren gefallen mochte, mir Beispiele aufzustellcn.Aber frcylich ist es sehr viel leichter, solch ein Wort, dasman Einmal aus irgend einer Theorie der schonen Wissen-^schäften aufschnappte, mit einem gelehrten Anfthn nackend
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