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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
Entstehung
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»Darum erfodere es ein Studium, um jenen Products»»Geschmack abzugcwinnen."

Eine sonderbare Art von Studium. Hat auch derRecenftnt den Sinn seiner Worte beda cht? Er w ll, wirsollen so lange studieren, bis wir dem Schwachen, Ge-meinen und Incorrecten wieder Geschmack abgewinnen,oder bis uns die gemeinen und marien Wendungen wie-der poetisch esc! Vorkommen, das heißt mit andern Wor-ten; wir sollen den Krebsgang gehen; wir sollen verges-sen» was Raphael und Rubens uns hiniaubericn, umdie Kindheit der Kunst in den Werken eines van Eyk zu be-wundern. Von den kraftvollen Gedanken unserer alte-ren Dichter ist hier nicht die Rede; sie werden uns immerauch ohne Studium gefallen.

Weiter hin laßt der Reccnsent ein Gedicht vonGleim abdruckcn, von welchem er jede Zstle lieblich, unddie l»zke Strophe schön nennt. Diese lcstc schöne Stro-phe — cs ist von einer Laube die Rede — lautetalso:

Wenn auf der weiten Reise dirEin böser Vogel droht,

Co schieß' ihn Jager MordbegierGleich auf der Stelle tod.

Ich muß gestehn, daß ich in dem angepriesenenKrebsstudiuni noch nicht so weit gekommen bin, um dieserStrophe einen besondern Geschmack abjugewinnen; dochdie Ehrfurcht vor einem Allvater unsers Parnasses heißtmich schweigen.

Noch