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4 (1903) 1085 bis 1096
Entstehung
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539
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Die neuere Litteratur zur Geschichte des Papstes Gregor VII. 539

cs saug vsrsä ns saura.it strs imputäs ä 6rsgoire VII.; son sternsl Ironnsuräsvant I'bistoirs sst a-u eontrairs ct'avoir susgu'ä. ta rnort eomdattu pour laäigoits, pour ta lilisrts et pour 1'iuäepsQäg.ues äs I'bigliss. Bei der Erwägungder Stellung des Papstes zu den Vertretern des Staates, einer Position, dieDelarc in Gregor's VII. eigener Zeit, dann wieder seit der Reformation — bisauf N. äs Lismarlr, cs cäsarisn äs baute alturs —, so viel angefochten undHinwider vertheidigt findet, nimmt er den Ausgang nicht vom vietatus xapas,den er nicht mit Sicherheit Gregor VII. zuschreiben will, sondern von dessenBriefe an Bischof Hermann von Metz vom 15. März 1081: I-s saesräocscatboligus n'a sainais ets plus gloritis, plus exaltä gus ns Is tait Lrsgoirs VII.äaus cstts lettre; l'iäsal ä'uus tbeocratis dass sur llsvaugils u'a samais stääscrit su tsrmes plus magnitiques. Doch findet Delarc in dieser evangelischenTheokratie Gregor's VII. auch Berührungen mit den Grundsätzen einer christ-lichen Demokratie, in der verächtlichen Behandlung, die der Papst in diesemSchreiben den Mächtigen, den Fürsten der Welt zu Theil werden lasse. Einenur allzu getreu dem Zerrbild Brnno's sich anschließende Charakteristik Hein-rich'? IV. soll da insbesondere die Berechtigung des Papstes zu diesen Aeuße-rungcn über die Könige darthun^). — Am Schluß des dritten Bandes, 1628—1631, begnügt sich Delarc mit einem kurzen Lpilogus über Gregor VII. Tasoll gezeigt werden: 8on Programms liuit par triompber.

Ein letztes größeres Werk in deutscher Sprache ist „Gregor VII., seinLeben und Wirken", in zwei Bänden von Wilhelm Martens^) dar-gcstellt (1894)2°).

Da s Werk ist in der Weise angeordnct, daß nach „Gregors Antecedenticn"ein erstes Buch „Die Konflikte Gregors mit Heinrich IV.", ein zweites „Gregorsinnerkirchlichc Wirksamkeit", hernach in Band II. ein drittes „Gregors Hiero-kratische Doktrin und Praxis", ein viertes „Klerus und Litteratur in Gre-gors VII. Zeit", ein fünftes „Gregors Persönlichkeit" behandeln, wonach eine„Schlußbetrachtung" noch „Die Nachwirkungen und Schicksale des gregorianischenSystems" bringt. Allerdings ist diese Behandlungsweise nun nicht angethan,um eine eigentlich biographische Schilderung daraus erwachsen zu lassen, so daßmit Recht gesagt worden ist, das Ganze wäre besser als Sammlung kritischerUntersuchungen bezeichnet worden. Dazu erscheint die Stellung Gregor's VII.innerhalb der Gesammtheit der großen treibenden Fragen seiner Zeit, wie dieFäden in Rom zusammenliefcn und der Versuch gemacht wurde, sie von da auszusammenzufasscn, nicht genügend in das Licht gerückt. Neben dem als Haupt-quelle herangezogenen Usgistrum kommen die Streitschriften, deren Controverscnan einer Stelle (II, 137) „nur antiquarischer Wert" zugcschricben wird, zuwenig zur Geltung ^). Ein hauptsächliches Gewicht legte der Verfasser noch aufdie in Bd. II, 251—297, in Excurs I behandelte Frage: „Gregors weltgeistlicherStand", in der die Zugehörigkeit Gregor's VII. zum Mönchthum geleugnetwurde. Doch sind dagegen durch Scheffer-Boichorst, Deutsche Zeitschrift fürGeschichtswissenschaft, XI (1894), 227—241, und Grauert: „Hildebrand einOrdenskardinal", Historisches Jahrbuch (der Görrcs-Gesellschast), XVI (1895),283—311, schwerwiegende Einwendungen erhoben worden.

24) Den Schlug dieser liitroäiiotion (I.XXXVIII) bildet eine Auseinandersetzung

mit einer ösols vistoriqus, die Delarc besonders in Gosseli»! kouvoir äii I>UP6 au IU 0 )'SU-Lgs (1845) erblickt, deren Ausführungen die theologische Doctriu sur Is xouvoir inäireotcks la xaxauts gegeniibergestellt wird. „ ,. ,

25) Es mag hier die persönliche Bemerkung gestattet sein, daß der Verfasser diesesWerkes Gregor VlI. dafür bleibend dankbar sein wird, daß er durch das Feld gemein-schaftlicher Studien mit einem so feingeistigen, mannigfaltig anregenden Mann, wie Martensgewesen ist, bekannt wurde. Nachdem sich Martens aus seiner schönen Besitzung bei Olibaauf schwäbischen Boden, zu den englischen Fräulein auf Klosterwald, bei Ottobeuren, zurück-gezogen hatte, starb er da, treu verpflegt, am 26. März 1902.

26) Vorbereitende Arbeiten waren 1887 und 1891: „Die Besetzung des päpstlichenStuhls unter den Kaisern Heinrich III. und Heinrich IV.", dann „Heinrich IV. und Gre-gor VlI. nach der Schilderung in Ranke's Weltgeschichte" und „War Gregor VII. Mönch?"gewesen.

27) Bergl. Beurtheilungen des Martens-schen Buches, z. B.: Historische ZeitschriftLXXVI, 11S-1I9 (von Wirbt), Göttingifche Gelehrte Anzeigen, I8S5, Nr. 11, 887 fs. <v°mVerfasser dieses Buches), weiter die sehr eingehende Besprechung im IZullotiu äs» xubli-oritivus liLgiograxliigus» in den Xualsota LollauäiLUL, xlv (1895), 214—223.