Zurückführung des Abtes Berengar in das St. Laurentius-Kloster. 467
rentius vertriebene Abt Berengar, der schon vorher mit eifrigenAnstrengungen für Theoderich's Sache eingetreten war, dem Herzogzu Reims in das Gewissen, so daß dieser erröthete und, als auchErzbischof Rainald seine Vorstellungen mit denen Berengar's ver-einigte, sein Versprechen gab, für die Wiedereinsetzung nicht nurTheoderich's, sondern auch Berengar's seine Hülfe eintreten zulassen. Es kam für Otbert noch eine weitere Nöthigunghinzu. Der Bischof sah sich gezwungen, die an der Maas liegendeBurg Clermont, zwischen Huy und Lüttich, von der aus denSchiffern durch Räuberei viel Nachtheil zugesügt wurde, zu be-lagern, und er forderte den Herzog lind die Fürsten zur Hülfe auf.Aber Gottfried weigerte seinen Beistand, wenn Otbert nicht diebeiden Aebte von St. Laurentius und St. Hubert wieder einsetze.Da wurde durch eine Versammlung der Aebte und Archidiakonedes Sprengels die Absetzung sowohl Wolbodo's, als Jngobrand'sausgesprochen, und Otbert schrieb darauf an Berengar und riefihn sammt seinen Brüdern zurück: freilich sei das nach derKlosterchronik von St. Laurentius — dergestalt glühte da der Haßgegen Otbert — mit der hinterlistigen Absicht geschehen, trotz derPreisgebung Wolbodo's vielleicht doch noch Berengar den Zutrittzur Äbteileitung zu verwehren. Allein falls das wirklich der Fallgewesen war, so mißlang die Absicht völlig. Denn nach einer Ent-fernung von vierthalb Jahren hielt Berengar, ehrenvoll und mitaller Genugthuung von Seite Otbert's empfangen, mit allenMönchen eben am 9. August, dem Tage vor dem Feste des Schutz-heiligen, seinen Einzug in das Kloster, und bald waren alleSchäden aus Wolbodo's Zeit durch die eifrige Fürsorge Berengar'sgebessert ^).
Die Klosterchronik von St. Hubert spricht von diesen Dingen sehr ein-lässlich, oo. 77—79 (I. o., 609—618), durchaus in dem Bischof Otbert ab-geneigten Sinne (die Aeußerung Gottfried's gegenüber Otbert in e. 77 —610—,die belastende Anschuldigung Gottfried's: l)nx . . . oaüicks guoä timsbat Ot-bertus aävsr8N8 eurn tngravavit . . . eompulit 8ibi ciuplieari psouniak pro-wisvionsm primam, I. e. — 611 —, die Angelegenheit des oa8trnm intsrHolum st Osoäium, guock Norm 6Iaru8 ckiosbatnr guockgus illtk8tis8iinum vidinavigantes psr Nosam sakpismmk Obsrto eongasrebuntur mit o. 78 — 612 —,Berengar's Rückkehr nach Lüttich in o. 79 — 613 —). Krollick, in der ob.S. 369 in n. 56 genannten Schrift, 21—26, übt an diesen Aussagen Kritikund sucht insbesondere hinsichtlich Berengar's zu zeigen, daß dieser dem BischofOtbert nicht so widerwillig gegenüberstand, wie das die Erzählung von St. Hubertdarstellen möchte (vergl. zu 1096 bei n. 80, wo von Abt Theuderich zu handelnsein wird). Auch Rupert spricht im Schlußcapitel, o. 50, seiner Chronik desSt. Laurentius-Klosters: Danilkm suseitavit Dominus spiritum Doäktrsckiüuois kt prinoipum lluius patriao, ut Otbkrto spiseopo guawäam vim rationa-biliter iukerrsnt. klam eum obsessurus eastrum Dlarummootkm korum anxiliumÜagitu88kt, rs8ponilsrunt 8ibi non K886 tutum suas vkl 8uorum animas pro sowittere in psrieulum, timknüumgus 888k ns pro so moriontes äamnarsntur,guia ip8i8 ooll8kntisntibu8 ckk8trnoti8 scelkviis 8krvo8 Dki 8ui8 kllugasskt 8käi-bu8. Dune iilk VVoIboäonem aä 8k vooatum rspsnts äkssoit, äetinens kamÄpuä 8k, st 8pkran8 guoä adbatsm LkrioZsrum ealliäs repkllkrs po88et, gusm
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