Druckschrift 
4 (1903) 1085 bis 1096
Entstehung
Seite
390
Einzelbild herunterladen
 

nicht mehr beim Hoflager anwesend — ihre Theilnahme an dergefährdeten Sache des Kaisers in Schwaben erschien erforderlich —;dagegen waren noch von deutschen Fürsten Bischof Meginward vonFreising, der Markgraf Dietpold vom bairischen Nordgau zugegen,ferner von deutschen Herren der Schwabe Heinrich von Oberndorf,der Kärntner Adalbert von Ortenburg, und im Uebrigen waren esitalienische Markgrafen, Werinher, Burchard und dessen gleich-namiger Bruder, Wilhelm, und Andere, die den Kaiser umgabenPapst Urban II. hingegen verharrte auch jetzt noch längereZeit in Unteritalien. Von Salerno, wo er im Januar und bisin den Februar blieb, begab er sich über Benevent nach Apulien,um hier in der Fastenzeit zu Troja eine Synode abzuhalten. Am11. und 12. März waren da gegen hundert Bischöfe und Aebteversammelt, und am zweiten Tage wurde beschlossen, daß Ehenzwischen Blutsverwandten zu trennen seien und daß auf Bruch desGottesfriedens Excommunication stehe. Dann ging der Papst nachdem Monte Gargano hinaus, für den der Aufenthalt gleich nachdem Osterfeste bezeugt ist

2 ) 8t. 2917 — für Asti — ist vom 25. April, 8t. 2918 und 2919, beidefür Udalrich, vom 12. Mai, 8t. 2920 — für Udalrich (nur als kurze Notizbekannt) — undatirt. In 8t. 2918 wird die in pago noinins Vulnaibun etin cornitatu oomitis Vlansgoläi liegende Villa Daugendorf et aä boo tantum,nt XXX inansns xlenitsr ibi babsantnr äs illo seiltest prasäio, gnoänodis (lux Ilsinrieus äs Oarintstia, kilius äoinini Nnrgunräi, äsäit, anSt. Gallen gegeben pro pstitions Iloäalriei patriarebas, äilsetissiini eon-sanguinsi nostri (vergl. zu dieser Verwandtschaft meine Ausführung in denMittheilungen des historischen Vereins von St. Gallen, XVII, 48, in n. 125).8t. 2919 weist daraus hin: gunliter nos tempore 8igbaräi patrinrebae ...gnanäam marebam noinins Osrnioiam ^.gniisjensi seelssias .. . äsäimus,Posten vero eonsilio guorunänin non bene nobis eonsulentiuin eanäeinnanrebinin prnsäietns ecelesins subtrnbenäo abstulimns, nlii sam eonee-äentes — und ertheilt jetzt pro äilsetions st kiäsli servitio Iloänlricipntrinrebns kiäslis nostri äilsetissiini eonsunauinsi dieses Gebiet an Aqni-leja (vergl. Bd- III, S. 42, und ob. S. 285). Die Intervenienten sind in dendrei datirten Stücken — in 8t. 2918 und 2919 gleichlautend — aufges"hrt.8t. 2921 ist nach der Zeitangabe: insnss lVlnäio gleichfalls hier anzufügen.Die nicht vollständig erhaltene Urkunde — es heißt im Eingang des erhaltenenTheils: intsrventu guogns marebionis Wllisiini . .. ^räuinus . .. civiumpspisnsium mnjornm st rninornni — enthält, wie es scheint — diese Wortefehlen —, die Schenkung, nicht die Bestätigung der Abtei Breme an dieUnpiensis soelssia bsntissimi 8z-ri Zloriosi sonksssoris, suins pio inter-ventu nostrura viget iinpsrium (Breme war, in Bestätigung der Belehnungdurch den Großvater Konrad II., 1061 oder 1062, durch Heinrich IV. an BischofRainald von Como wiederholt gegeben, aber augenscheinlich infolge des Abfallsdes Bischofs, der später bis zu seinem Tode 1084 als getreuer AnhängerGregor's VII. erschien, der Kirche von Como wieder entzogen worden: vergl.Bd. I, S. 322, Bd. lll, S. 569 u. 570); doch sind neben Breme noch äußerstzahlreiche weitere Besitzungen ausgezählt, eellns, eastslln, ourtss, über zwanzigNamen, innerhalb deren außerdem noch Lücken vorhanden sind. Diese Urkundenaus Pavia zeigen noch zuletzt Bischof Ogerius als Kanzler; daß in 8t. 2922(vergl. unt. n. 8) jede Nennung der Kanzlei fehlt, hängt wohl mit der in-zwischen eingetretenen Gefangensetzung des Ogerius (vergl. S. 401) zusammen.

v) Den Weg von Salerno (vergl. ob. S. 381, in u. 22) nach Troja be-zeichnen ^.nnal. Lsnsvent., n. 1092: Ilrbnnus psr Lsnsvsntuin transisns