Heinrich'? IV. Thätigkeit in den Gebieten nördlich vom Po. ZZ5
des Mincio und der Etsch, nicht verloren gingen, während freilichalle anderen Plätze den siegreichen Waffen des Kaisers zufielen ^).
, Dabei hielt sich der Kaiser in dieser Zeit an verschiedenen Ortend in den von ihm umkämpften Grafschaften auf. Ein erstes Malk ist er zu Bassano, südwestlich von Brescia, zum 5. Mai, genannt;
am 17. Mai war eine ansehnliche Hofhaltung in Mantua ver-! sammelt. Andere Aufenthalte, so ein solcher zu Botticino in derl Grafschaft Brescia, wo ein Gerichtstag in Gegenwart des Kaisersgehalten wurde, entbehren der näheren örtlichen oder zeitlichen An-gaben. Der Kaiser erscheint hiebei durchgängig umgeben von an-gesehenen Männern, besonders geistlichen Standes, aus Italienund von jenseits der Berge. Schon am 5. Mai, als BischofUdalrich für seine Kirche Eichstädt das dem Markgrafen Ekbertnach dessen Aechtung entzogene Gut Grediug im bairischen Nordgauzugesprochen erhielt, waren Patriarch Udalrich von Aquileja, dieBischöfe Milo von Padua, Etzelo von Vicenza, Ogerius von Jvreader Kanzler als anwesend genannt; aber ganz besonders stattlichstellte sich zwölf Tage später zu Mantua, als der Kirche zu Meißenl eine Schenkung ertheilt wurde, die Umgebung des Kaisers heraus,! sein Sohn König Konrad, Erzbischof Liemar von Bremen, dieBischöfe Reginger von Vercelli, Erpo von Münster — dieser warauf einer Pilgerreise nach Jerusalem, zu der er am 12. Februaraufgebrochen war, begriffen —, Konrad von Utrecht, und ebensowieder am 23. Mai. Da gewann das Kloster St. Felix undFortunatus zu Vicenza die Bestätigung seiner Rechte und Besitzungen,wobei — vielleicht in Vicenza selbst — neben Udalrich von Aqui-leja und dem Propste Bernhard der Kirche des Patriarchen, demKanzler Bischof Ogerius, sowie weiteren Fürbittern, darunter Kap-pellanen des Kaisers, noch des Bruders des Papstes Clemens III.Albert und zahlreicher weiterer Getreuer, deutscher, wie italienischer,auch aus Mailand, gedacht wird. Der vorhin erwähnten Gerichts-sitzung wohnten König Konrad, die Bischöfe Konrad von Utrecht,Wido von Parma, Arnulf von Cremona bei, ferner ein MarkgrafAlbert, drei Grafen, andere angesehene Männer, worunter mehrereMailänder. Dem Bischof Cono von Mantua ist zum Behuf derBekräftigung der Besitzungen für seine Kirche eine Urkunde, denBürgern der Stadt, zur Bestätigung ihrer alten Freiheiten, eineandere gegeben. Doch auch noch über den Monat Mai hinaus ist
°) Auch hievon spricht Donizo, v. 554 ff.: Rex terras ultra tsnuitguskaäum tsre ounetas, klatbena Uogara nisi, yuae sunt oppicia elara. Haselooa nemps üäem servavsrunt eamitissae, ferner v. 559 ff.: Lao et in aestatseapitur Ninsrvia (nochmals in v. 569: postguam magna tuit arx lVIinerviaeapta — Muratori schwankt in der Bestimmung zwischen Manerbio, zwischenBrescia und Cremona, und Menerbc, bei Legnago, also in der Etsch-Landschaft)saus; baneve käme caspit, nonnullis äsnigue tslis. (Auam rex posssäit; neeob boe eomitissa reesäit a relo l?etri, pro quo mala tanta reospit. (Auasper kegsnsem eomitatum ssu Nutinsnssm ibat laetanter, proprias Lrmabatet arees, nullatsnus certs ässperans vinesre regem (l. c., 390 u- 391).