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folgenden Tage, dem Apostelseste selbst, wagten die entmuthigtenBesiegten nicht, obschon man sie dazu aufforderte, den Kampf zuerneuern. So kam es, daß, als am 30. Juni, dem dritten Tage,die Römer den kaiserlichen Präfecten, dem schon im Kampfe desersten Tages das Pferd getödtet worden war, zur Uebergabe auf-forderten"), dieser der Art in Zorn gerieth, daß er — es hieß, erfei von einer Lähmung getroffen worden — noch zur Zeit derAussendung des päpstlichen Berichtes schwer krank lag; aus Mit-leid ließ man ihn abziehen, und fast all sein Fußvolk ging mit ihmhinweg. Jetzt hielt Urban II. am 3. Juli seinen glorreichen Einzug.Geistlichkeit und Volk, Reiter und Fußvolk begleiteten ihn mitBlumen und mit Palmenzweigen, mit Cymbeln und mit Lautenauf der mit Teppichen bedeckten Straße bis zur Vorhalle derSt. Peters-Kirche, und nachdem der Papst ungestört in der Kirchedie Messe gefeiert hatte, kehrte er unter der Krone über den Tiberin die Stadt zurück. Wie das Schreiben mit den Worten beginnt:„Indem wir die Beklemmungen Eures Gemüthes über die Nieder-tretung der römischen Kirche kennen, richten wir Euch durch neueBotschaft auf", so schließt es: „Bringet also mit uns Danksagungendar, dem der ohne alle Hülfe der Normannen über die Hoffnunghinaus uns seine Barmherzigkeit erwiesen hat. Sorget aberdafür, den Gottesfürchtige» bekannt zu machen, was von Gottgeschehen ist!"
In entsprechender Weise ließ Urban II. auch fünf Tage nachdem Einzuge noch eine einzelne Kundgebung, au die dem heiligenPetrus getreuen Geistlichen und Laien von Velletri, aus Rom ver-breiten °o). Der Papst ging da von der Ansicht aus, den Velle-trensern sei nicht unbekannt, mit welcher ungeheuerlichen Grausam-keit der Ketzerführer Wibert, der Eindringling auf den apostolischen
Urban's II-, des Grafen: Ilie (sc. Ilrbanus) äampvat rsZis tiäsntsr st aetaOmbsrti, gui Rstri 8eäsin talso oupiens retinsrs aävooat Oääonem pruäsntsmäs Duliors aävsr8U8 papam guem bsilo ssps ooartat (88. XII, 386).
") In den Worten: sä reääsnäa äebita suni (sc:, den prasksetus regiuo)provoeaotso (oe. Romani omnss) ist wohl die Absicht der Kapitulation an-gedeutet. Nicht sicher ist, an welcher Stelle der Satz: Lamsram pro jumentoruminopia apuä Dbsobaläum 6incii ülium rsliguit (welches Suchtet?) einzusetzensei (vergl. 278, u. a).
°°) Dieses Schreiben 9. 5403 stellte zwar Pflugk-Harttung, ^.eta ponti-ücum Romanorum insäita, II, 145 u. 146, und Historisches Jahrbuch (derGörres-Gesellschaft), VII, 234—237, als Nachbildung und Fälschung hin, wasLöwenseld (kegssta, I, 663, II, 713) bestritt; ebenso trat Köhncke, I. c-, 101v. 1, für die Glaubwürdigkeit ein. Der Inhalt stimmt jetzt so sehr mit demvon Kehr mitgetheiltcn Schreiben überein, daß auch dieser, I. c., 280, durchausnicht ansteht, das in 9. 5403 Mitgetheilte als in der gleichen Zeit geschriebenzu erklären. Neben der Berichterstattung über das in Rom Geschehene enthält9. 5403 die Bestätigung von omnss vootri (8e. der Vclletrenser) usus st äinturnimorse pro vobio a guolibet introäueti et introäueeoäi, und zwar: guia proseolesia iuäibria, vsrbsra, viueula, oaresrse, snsrva (—), äivsreas mortse sx-perti 68ti8, wozu das Zeugnis; des Papstes Paschalis II. von 1101 in 9. 5865,der durch Wibert den Belletrensern auferlegte pravas oonoustuäinso vei sxae-tions8 aust-ebt, sehr gut stimmt.