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4 (1903) 1085 bis 1096
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1088.

bürg gegebene endgültige kostbare Ausfertigung in Goldschrift undmit Goldsiegel, eine Prachturkunde, die aber einfach den Wortlautder Urkunde vom 30. December 1077 wiederholt, mit Einschiebungzweier nicht so buchstäblich wiederholter Sätze, betreffend die Stif-tungen für das Seelenheil, aus der Urkunde vom 27. Januar diesesJahres 1079 ^). In ganz besonderer Weise hatte ohne Zweifelder König dadurch seinen getreuen Bischof zu ehren und zu belohnengewünscht.

Aber damit hatte die Streitsache als solche noch gar nicht ihrEnde erreicht. Eine der Feindseligkeiten des Gegenkönigs Hermannbestand im Jahre 1082 darin, daß er den Klöstern Korvei undHerford ihre Ansprüche, in Erneuerung der früher gegebenen Vor-rechte, wieder bestätigte ^). Dagegen schützte andererseits Hein-rich IV., nachdem er Kaiser geworden war, wahrscheinlich gleich1084, so daß Bischof Benno selbst das Schreiben bei seiner Rück-kehr aus dem Lager Heinrich's I V. von Rom nach Osnabrückbrachte, das Recht der Kirche von Osnabrück, so wie er es an-erkannt hatte b°).

Indessen werden eben diese Erfahrungen den Bischof, nachseiner ganzen Art, aufgesordert haben, in seiner Thätigkeit alsVerfertiger von Schutzmitteln fortzufahren. Denn nichts steht imWege, auch noch einige weitere Stücke aus der großen Gruppe dergefälschten Urkunden ihm zuzutheilen. Benno opferte da ein echtesStück des ersten ostfränkischen Königs Ludwig auf, um die Ordnungder Zehntenfrage in einer ihm jetzt besser scheinenden Weise aus-zusprechen. Weiter erfolgten, um eine möglichst alte Verbriefung

7b) Vergl. auch über diese Urkunde 8t. 2814 s in Excurs IV. DieserPrachturkunde gedenkt auch nachdrücklich die Vits Nortbert's am Ende vone. 16 (20) (vergl. n. 74), in den Worten: tzuoä (so. seine Verfügung über dieZehnten) ut Lrmius st sb omni passet ssmpsr psrmsners impiornm prse-sumptions stsbitius, rex knins rsi serism coutinsntem sursis littsris —ipss tamenwann propris signnm intigsns — obsrtulsm sussit oonsoribi, regio insignimmsigillo, in buins vickeliost negotii tsstimoninm perpes st inöinoriam sempiter-nsm, guock ebirogrsxbum in Osnsbrngensi secissis onrs tsnto ckiligsotiorsservstur, gusntum eovtrs oinnss irruptiones et tentstiones ineonvulsus ssmpsret tirmissimss muvitionis murus üsberstnr (Breßlau, 21) (ähnlich, im Anschlußhieran, ^.nnst. Vbnrgsns., I. e.).

7°) Vergl. Bd. III, S. 464. Die Stelle über die Zehnten in dieser Ur-kunde 8t. 2999 lautet: ckseimss vsl ckeoimslss socississ, immo univsrsasposssssiones suss, in guikusiibst spiseopiis, prsoipus in Lrsmsnsi, Osns-burgeosi et Usäsrburnsnsi, ubi piurimss bsbsnt, st res snt äseimss itsintegerrims tsnssnt stgus possiäesnt, siout sl> snteosssoribus nostris rsgibusvickeliost et impsratoribus ksotsnus üsbuerunt stgus possiäsrunt. LIitsrsnim in Osi ssrvieio psrsisters non potusrunt, oum prebencks sorum exmssori psrts äs cksoimis eonstituts sit.

b") Vergl. Bd. III, S. 588. Es heißt in dieser Verfügung: es gasesuper cksoimis et sustieiis Osinsbruggsnsis seeoissise ckecrevimus tsnto ürmiorsesse voiumus, gusnto rsetiors suckiosmus. kreeipimus guis gustum est,petimus guis vos ckiligimus, ut ckeeimationss omnss in univsrso spiseopstnOsinsbruggeosi, siout )us osnonicum sxigit, snnustim exbibestis et neminemin üoe timsstis.