Druckschrift 
4 (1903) 1085 bis 1096
Entstehung
Seite
112
Einzelbild herunterladen
 

112

1086.

1057 und 1065 4), indessen in noch ansehnlicherer Weise, die Füllevon Spenden über die Kirche des Bisthums Speier, und dabeigedachte der Kaiser, ganz wie in jenen früheren Malen, ausdrücklichneben dem eigenen Seelenheile desjenigen der Großeltern undEltern °). Die erste schon am 11. Januar geschehene Zuweisungbetraf ein Gut, das infolge der 1081 ausgesprochenen Aechtungder Gräfin Mathilde eingezogen worden war, Lauterburg am Süd-rande des Speiergaues, gegen die Grenze des elsässischen Nordgaueshin. Dann folgten am nächsten Tage die Schenkungen von Gutzu Waiblingen im schwäbischen Remsthalgau, der zwei GrafschaftenLutramsforst im Speiergau und Forchheim im rechtsrheinischenTheile des Speirer Sprengels, der Propstei Naumburg in derWetterau, der hessischen Abtei Ober-Kaufungen, eines Gutes vonsechszig Hufen zu Sandersleben in Sachsen o). Abermals zweiTage später erhielt dann noch das St. Guido geweihte Stift zuSpeier, zum Gebrauche des Propstes und der Brüder, ein ebenfallsaus dem Besitzthum der Gräfin Mathilde eingezogenes Gut zuDeidesheim im Speiergau zugewiesen ^). Es ist gewiß kein Zweifel,

r

kanzlcr, II, 644: in zwanzig Füllen, von Heinrich I. bis auf Heinrich II-, be-sonders noch 1013); doch war wohl, wie Weiland, Goslar als Kaiserpfalz(Hansische Geschichtsblätter, Jahrgang 1884), 15 n. 5, ausführt, Goslar 1086von Werla schon gelöst, weil beide Pfalzen in dem wahrscheinlich 1065 an-gefcrtigten Verzeichnisse der euris äs 8axonia gus pertinent aä msnsam regiskowam, als 13. und 14. Name: Item IVerla. Item Ooslaria schon nebeneinander stehen (Böhmer, Bootes rer. 6srmso., III, 397), so daß jetzt die Er-wähnung Goslar's — als von Werla ausgenommen — wohl in der Erinnerungan die frühere, aber fchon gelöste Abhängigkeit geschah. Die szäva Rurs istdas Goslarer Revier, die Bd. I, S. 889, in u. 44, genannten guatuor torssta-riorum mansi (vergl. I. c., 17, n. 2).

0 Vergl. Bd. I, S. 23 u. 24, 467.

°) In 8t. 2872—2878 ist Konrad's ll- und der Gisela, sowie Heinrich's lll-,in 8t. 2875—2878 auch noch der Kaiserin Agnes gedacht.

b) 8t. 2872—2877 sind in ihrem Wortlaute, bis auf die Nennung derübertragenen Güter, fast gleichlautend (8t. 2872 ist in Kaiserurkunden in Ab-bildungen, Liefer. II, Taf. 26, als von Herimannus ^4 geschrieben, der mit einerAusnahme alle erhaltenen Oriqinaldiplome des Kanzlers Hermann schrieb, aus-genommen). Das erste Stück ist schon Bd. III, S. 897 n. 86, wegen der Aus-führung der Nabtiläa Italien nostra nsptis — 8t. 2878 (vergl. n. 7) hat bloßNalitiläa nostra nsptis — genannt, da hier ein prasäinm . . . guoä in poto-statsm nostram lsgs st.jnäiciario fürs pervsnsrat in Frage kommt. Zu 8t. 2873vergl. fchon Bd. III, S. 836 n. 172; der oomitatus .. . psrtinsns aä loouinnomine Voreoüdsim von 8t. 2874 liegt im rechtsrheinischen Ilfgau, und mitdem eomitatus in Inutramsstorsts ist, ähnlich wie in dem I. o., S. 341,n. 175, besprochenen Falle, ein pnblieus mallus gemeint (vergl. Waitz, DeutscheVcrf.-Gesch., VII, 24 n. 1); zu 8t. 2876 (wieder abgedruckt im Urkundcnbuchdes Klosters Kaufungen in Hessen, I — 1900 —, 25) vergl. wegen der abbatiaOlioupdunga Bd. III, S. 346; der Ort 8anäersslsv6 in 8axonia, von 8t. 2877,wird durch von Heincmann, 6oä. äiplom. Lnbaltinus, I, 123, mit größterWahrscheinlichkeit auf Sandersleben (im Herzogthum Anhalt) bezogen.

?> Vergl. n. 6, daß dieses durch 8t. 2878 geschenkte Gut zu Nitinsskoimspäter, 1093 oder 1094, durch Mathilde, indem sie diese Schenkung nicht an-erkannte, an St. Blasien gewiesen wurde: vergl. Overmann, Gräfin Mathildevon Tuscien, 38 n. 160.

>

I

I

I