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heit, Tücke und Heuchelei ihm ihre Künste cingeblasenhaben. Der zum Manne gewordene Flegel läßt sichdie Trauben in den Kelch pressen und wird von nack-ten Dirnen in Netze gefangen. Was bleibt endlichübrig als sich aus Langeweile zu erhängen; der Teu-fel zieht den Strick zu.
Rechts läßt das Kind den Vogel entfliehen, cSsammelt als Knäbchcn Aehren, und betet als Jüng-ling zu Gott. Der Mann klimmt muthig die dorni-gen Pfade hinauf, die Arbeit ist nicht schwer ihm,der Glaube hilft ringen, die Tugend, das Glück sindseine Begleiter und oben nimmt ihn die Liebe auf.
Theobald von Oer aus Münster, die beiden»Nonnen« (198) (sein Tod der heiligen Elisabethist schon vielseitig, und mit Recht günstig, gewürdigt)gaben durch Technik und Ausführung den Beweis,daß auch der Wcstphalc einen zarten sanften Pinselhaben und Treffliches leisten kann. Die beidenNonnen finden vor der Thüre ihres Klosters einneu-gcborncs Kind ansgcsetzt. Der mütterliche Blick derältcrn Nonne und der bewegte, aber doch frommeAusdruck in dem Kopfe der jüngcrn, lieblichem,Schwester zeugen von der zarten Auffassung desMalers.
Zum Schluß muß ich noch zwei Leistungen an-führcn, welche nicht im Catalog verzeichnet sind.Eine Darstellung von Greven, wie ein spanischerRitter sein Liebchen im Arme hält. Es ist eine Scenevon unbeschreiblichem Ausdrucke und mit einer wun-dervollen Beleuchtung. Der einzige Fehler des Bil-des war eine ungerechtfertigte Verkürzung der Beinedes Ritters, ein Punkt, in welchem es Greven leichtzu verfehlen scheint.