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Aschenbrödels Augen leuchtet, die mitten zwischenihrem Küchengeräthe am Heerde sitzt, von traulichenTäubchen umflattert, verräth eine Lyrik, um welcheman den Künstler beneiden muß.
In der zweiten Darstellung dem »Burghof« hatKretschmer sich aus seiner Sphäre entfernt. Einjunger Ritter singt seinem Liebchen ein Lied zurCither. Den Inhalt des Liedes crräth man ausseinen sehnsüchtigen Augen. Es wird ihm gelingensie zu bethören, sic neigt sich schon von ihrem Sitze,der Balustrade der Treppe, an deren Fuß er steht,unschuldig gläubig zu ihm herab. Es scheint ihr zugefallen, was er singt, sie weiß aber nicht, wie siesich ihm geben darf. Im Vorgrundc des Bildes be-findet sich ein Knappe. Er ist mit dem Rücken gegendie Treppe gewendet, so daß die beiden andern seinGesicht nicht beobachten können. Neben ihm, aufder Bank, liegt das Sinnbild der Treue, ein Dachs.Wenn gleich der Knappe mit dem Putzen der Rüstungfeines Herrn beschäftigt ist, so ist doch sein Ohr demGesänge zugcwendct, und seine Mienen sagen uns,was dcS Herrn Brust in sich verschlossen hat. Wieim Lear die Wahrheit durch den Mund, des zu Witzund Humor immer bereiten, Narren geht und ihrdadurch eine um so sicherere Repräsentation gegebenist, so gehen die Licbcswortc des Jünglings wie dieUnschuldsgcdankcn der Jungfrau durch unseres Knap-pen Gcmüth und spiegeln sich in seinen Mienen. Essind schöne Worte die gesungen werden, denkt er, siekönnen das Herz wohl rühren, aber man muß unbe-fangen sein, wie du Jungfrau es bist. — O! unbe-fangenes Mädchen, o! schlauer, heuchlerischer Herr,zuckt cs durch seine Mienen. Hört ihr cs nicht,