Druckschrift 
Die Düsseldorfer Maler-Schule in den Jahren 1834, 1835 und 1836
Entstehung
Seite
109
Einzelbild herunterladen
 

gingen, und habe die Bemerkungen in Betreff derübrigen sechs Maler in meiner Freude so sehr über-hört, daß ich einzig nur noch weiß, daß sic mir nichtsehr angenehm waren. Beim Plüdd emann wolltensie wissen, was Styl in den Fleischparthieu heiße;dann bemerkten sie noch, daß der Re;, von den wah-ren Schönheiten keinen Begriff haben müsse, dennsonst hatte er sic wohl in diesem Bilde bemerkt. Sielasen weiter, und es kam Schadow an die Reihe.Ms das, was ich über ihn gesagt hatte, ausgclescnwar, nannten sie mich Alle den Unparthciischen, undsagten dann beim Schenren hinzu, ich müsse einpraktischer Heiliger sein, und meinten beim Schmidtsogar, ich wäre ein grober Königsbcrger; und alssie mich hierauf gar von der schon von Naturfrappanten Physiognomie des Schrödtcr'-schcn »Don Quirotc« sprechen hörten, da fragtensie sich, wie ich wohl ausschcn möchte, und ob ichmich nicht eben so gut und vielleicht noch besser indem Lchnstnble ausnehmen würde, als wie jenergöttliche Hidalgo, den der Maler so unvergleich-lich wahr uns wiedergcgcbcn hat. Nur äußerteEiner von den Vieren, daß Jemand, der mitten inder Begeisterung so schön von Gcsichterschncidcnspreche, den Don Qnirote nicht machen dürfe, son-dern nothwcndig den Sancho spielen müsse; und sohaben sic mich denn sogar von dem Ehrcnschcmcl derNarrheit in das Kamisol der plumpen Dnmmbeithincinjagen wollen. DaS war zu viel für mich,mir schwanden die Sinne und ich verstand nichtmehr, was sie noch weiter beim Lesen gegen michbemerkten. Ein Faustschlag auf den Tisch brachtemich indessen bald wieder zu mir selbst, und ich mußte