Backenbart von fuchsiger Farbe zu entstellen. DerKarton, welchen wir früher sahen, versprach einegrößere Vollendung diesem Bilde; warum ist derKünstler abgewichen?
4. Der Tod Rolands von Plüddcmann.Sehen wir hier von der Figur Roland selbst weg,welcher in seinem Kostüme und in seinen Gliedmaßendurchaus nicht den Beschreibungen entspricht, welchedie Sagen uns von ihm aufbcwahrt haben, sondernnur als eine antibistorische, eher von der Bühne heraufgcfaßtc Figur, sich darstcllt, und wenden wir un-ser« Blick auf Karl den Großen und seinen Begleiterden Bischof Alkuin, denn der soll cs doch wohlsein, so dürfen wir sagen, daß der Maler eine Dar-stellung geliefert hat, welche von der Tiefe seinesStudiums menschlicher Charactcrc zeugt. Sticht an-ders konnte sich der Schmerz der Würde und derKraft zngcscllen, und des großen Wcltrcgiercrs unddes gelehrten Scelcnhirten würdig sein. Draperieund Farbcnschmuck sind kostbar, glänzend und pomp-haft und machen sich vielleicht zu sehr auf Kosten desAusdrucks in den Köpfen geltend. Wenn der Malereinigermaßen auf seinen Hintergrund, das Schlacht-feld, worauf die Verwundeten von den Tobten aus,geschieden werden, etwas, was ebenfalls nicht ge-lungen genannt werden kann, da die dort gezeichnetenFiguren gar ungelenkig dargcstcllt sind und auch derKleidung nach eben nicht sonderlich zu der gan-zen Handlung passen; wenn er ferner auf eine bessereDarstellung der Gegend, wo Roland starb, auf dieZeichnung des pyrcnaischcn Gebirges mehr Sorgfaltgewendet, und in seinem Hanptheldcn mehr den un-gebändigten Heros, den gigantischen Sieger Ln allen