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2. Christus und Petrus auf dem Meerevon I. P. Götting aus Aachen. Die Benennungdes BildeS bezeichnet den Gegenstand hinreichend.Die Miene Christi ist würdevoll, das ganze Gesichtedel, der Körper Ehrfurcht gebietend, der Kopf desPetrus ist voll Ausdruck, seine Haltung ist kleinlautnud fern von der gemeinen Angst, das Colorit leb-haft; dagegen ist die Darstellung des Meeres, wel-che der Maler versucht hat, unwahr, solche grüneWogen kennt die Soe nicht, und auffallend ist dieBewegung des WaffcrS durch das Einsinkcn desKörpers des Petrus so wenig gestört, daß der Ma-ker darin wohl anzndentcn scheint, wie wenig Auf-merksamkeit er diesem Thcilc des Gemäldes zngc-wandt habe. Der ins Wasser Gesunkene scheint indieser Beziehung mehr eine hölzerne Statue, welchefür ihr Volumen Raum verlangt, als ein Wesen,das nachgiebige Kleidungsstücke tragt. Auch ist ta-delnswerth die Art, wie der Maler Christus dieHäude tragen laßt. Diese ansgcspreizte, nach untengebogene Linke und diese aufwärts gewandte offneLiechte sind an sich zwei widersprechende Bewegun-gen , und einzeln betrachtet, mehr eine darstellende
Zeichen gesetzt. Die innigsio Ueberzeugung sagte mirvon dem allen das Gcgcntheil, und nicht mir, sondernvielen andern, die es Vesser ;u beurtheilen wissen, als ich.Unter diese» Umständen muß es Deger mir verzeihen,daß ich daS Gesagte stehen ließ, um die anders Denken-den aufzufordern, daß sie ihre Ansichten begründen, mitklarer, offener Sprache, sern von aller hppersentimaleilWeise. Wenn ich Unrecht habe, so werde ich der erstesein, der es öffentlich bekennt.