Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
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Durst, ihren" einsamen und traurigen Weg aufgcspiirt undverfolgt zur Hciinath ihres alten Herrn ! Und dreimalhatte sic sich übermäßig angestrengt und dreimalwar sic die Schuldnerin der Barmherzigkeit armerLeute geworden für ein Lager, auf welchem ihr ge- !brochcucr, fieberhafter Leib ruhte. Und einmal warauch ihr Kind ihr Liebstes, das Lebe» ihres Lebens,krank geworden war dem Tode nahe gewesen, undsie konnte nicht von der Stelle, bis das Kind, es war ^ein Mädchen, wieder wohl war und sic wieder an-lächcln und lallen konnte. Und so waren viele, vieleMonate verstrichen seit dem Tage, wo sic ihre Wall-fahrt antrat, bis zu dem, wo sic das Ziel derselben ^erreichte. Aber nie, außer als das Kind erkranke,war sic verzweifelt oder hatte Mnth und Hoffnungsinken lassen. Sic sollte ihn ja wieder sehen, und erwürde ihr Kind küssen. Und jetzt nein, ich kanndie Macht dieses nicdcrbcugcndcn, betäubenden Schla- ,gcs nicht schildern! Sic wußte nichts, sie ahnte nichtsvon den sorglichen Vorkehrungen, welche Maltravcrsgetroffen; und er hatte ihre völlige Unwissenheit i»den Verhältnissen der Welt nicht in Rechnung genom-men. Wie konnte sic darauf verfallen, daß der nichteine Meile von ihr entfernte Beamte ihr Alles hättesagen können, was sic zu wissen verlangte? Hätte sicnur den Gärtner gesehen oder die alte DienerinAlles wäre gut geworden. Sic dachte wirklich so weit,nach diesen letztgenannten Personen zu fragen. Aberdas Weib war gestorben und der Gärtner hatte einen