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Sie hörte seinen letzten Fluch fern in der Luft verhallenund die Furcht beflügelte ihre Schritte; endlich machte sieHalt und fand sich in der Vorstadt; sic blieb stehen, er-schöpft »nd todcematt; und da spürte sic zum erstenmalein fremdes und neues Leben in dem ihrigen sich regen.Sie wußte schon lange, daß sic den Sprößling vonMaltravcrs unter dem Herzen trug »nd dieß Bcwnßt-scpn hatte sie vermocht zu kämpfen und zu leben. Jetztaber hatte den Cmbrpo die Zuckung des Lebens er-griffen ; er bewegte sich — er vcrricth seine Hülfö-bedürftigkeit — ein unbekanntes, ei» nngeschencSWesen — aber doch war cs eine lebendige Crcatnr-der Hülfe einer Mutter bedürftig, ihr Pflichten anf-crlegcnd! O der Schauer — halb voll unaussprech-licher Zärtlichkeit, halb voll gehcimnißvollcr Angst —in diesem Augenblick! Welch' einen neuen Abschnittim Leben eines Weibes kündigte er an! Jetzt alsomußte sie wachsam seyn über sich selbst, mußte sic sichhüten vor Anstrengungen, mußte sich der Verzweiflungerwehren. Feierlich war die ihr jetzt übertragenePflicht — ein fremdes Leben — das Kind des Ange-beteten. Es war eine Sommernacht — sie saß aufeinem rohen Stein, auf der einen Seite die Stadtmit ihren Lichtern und Lampen; die glänzenden Felderans der andern und darüber der Mond und die Sterne;und aufwärts erhob sic ihre strömenden Augen undes war ihr zu Math, als lächelte Gott der Beschützerauf sic herab aus dem milden, freundlichen Himmel
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