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bcn°"), aber Otto hat darum seiner alten Weise hier nichtso ganz vergessen als es scheinen möchte. An Stellen, woden Faden seiner Erzählung ein Unglück durchkreuzt, brichtsie sich unaufhaltsam Bahn und verwüstet ihm, wie jenerWolkenbruch zu Chörobach, die reizendsten Landschaften, dieer so eben geschildert hat °"). Der Grundgedanke ist alsoauch hier wesentlich derselbe, wenn er auch nicht so sehr wiein der Chronik, alle Poren des historischen Stoffes durch-dringt. Diese Betrachtungsweise Otto's ist auch der Kitt,mit dem er in moralisirenden Prologen die einzelnen Theileseines historischen Weltbaues verbindet. Diese Prologe sindimmerhin besser, als Parteisüchtige Motto's vor den Kapitelnunserer Geschichtsliteratur. Otto schließt jedes Buch derChronik mit einem großen Uebel und einer sxolumutio überdas menschliche Elend, die sich dann leicht an den einleiten-den Prolog des nächsten Buches anknüpfen läßt. Dadurchist jener Zerrissenheit und Zerstückelung vorgebeugt, die unsin unseren gewöhnlichen Geschichtsbüchern zwischen zwei Ab-schnitten wie ein papierncs Gespenst entgegengähnt. SolcheLücken sind bei Otto durch ein geistiges, oder wenn manwill, geistliches Band überbrückt. Die christliche Weltan-schauung kennt die Weltgeschichte nicht als Torso, darumfängt sie auch wo möglich schon vor der Weltschöpfung anund hat ein Recht dazu, und kann dann consequenter Weiseauch erst am Ende der Zeiten schließen. Diesen Schlußhat auch Otto genommen in dem achten Buche seiner Chro-nik, zwischen dies und das letzte Kapitel des siebenten Bu-ches die zwei Bücher über Kaiser Friedrich und die ganzenoch nachfolgende Weltgeschichte im Geiste Otto's geschrie-
ö") „non dso vivo trsgoecki-nn, secl jucunclsin soriboropro^osniinus Iiistoriain."
Oesi. kriä. I. Nor. 677.