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Otto von Freising : sein Charakter, seine Weltanschauung, sein Verhältniß zu seiner Zeit und seinen Zeitgenossen als ihr Geschichtsschreiber ; aus ihm selber dargestellt ; eine von der philosophischen Facultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München gekrönte Preisschrift
Entstehung
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vom Verfasser selbst geschenktes Exemplar ist. Jedenfallsist der Codex gleichzeitig. In ihm haben wir die Stelleselbst nachgelesen nnd ganz so gelesen, wie sie beiNrstisius am angeführten Orte zn finden ist. Nur steht siehier unter o. XVIII., was blos eine andere Kapiteleinthei-lnng beurkundet. Am Rande stehen, von anderer Handwohl nicht, aber von schwächerer Tinte, die Worte: äs eo-mitillus Loirsnsibus, was um so auffallender ist, da sonstder ganze Codex am Rande weder Bemerkungen noch Glos-sen hat. Am Rande, unter der Randbemerkung, findet sichauch, wie cs scheint, ein Notabene-Zeichen, etwa so:

mit derselben Tinte geschrieben. Die Stelle steht auf Blatt95 des Codex, Rückseite. Ein ähnliches Zeichen und Rand-schrift markirt auch die Stelle auf Blatt 94 o. XVII.in demselben Buche, wo Otto den Xrnollus malu Ma-lus so hart anläßt. Die Randschrift heißt mit derselbenTinte, wie obige: cks Xrnollo ckamnats msmoris ckueo,ein Beweis, daß man dort schon die Stelle ganz im SinneOtto's genommen hat und genommen wissen wollte. Hatnun die Randglosse der Abschreiber oder Otto selber geschrie-ben, sie ist wenig mehr als gleichzeitig und sagt schon alleingenug. Das Zeichen dieser Stelle ist:

Für die Aechtheit dieser invectiven Stelle bürgt auch,daß in offenbar späteren Codices eine Verbesserung der-selben im völlig entgegengesetzten Sinne sich findet, diewahrscheinlich von Radevicus ist, von Otto selbst aber