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Ebenso unparteiisch ist Otto in Erzählung des Kamp-fes, den der alte Welf um Bayern gegen seine HerzoglichenBrüder führte. Zwar nennt er den Erbansprnch, den Welfan Bayern macht, eine Lügc"°), aber hat Otto da Un-recht gesprochen? Der Person dcö Welfen hingegen läßt eralle Gerechtigkeit widerfahren. Er nennt ihn einen tapfcrnKämpfer und als der Kampf der Welfen mit feinemBruder sogar sein eigenes Gebiet verwüstete, spricht Ottoganz ruhig von Herzog Welf als einem „vir nolnlis" undnennt beide weiter unten: „nmlios leotos ao 1'ervontis mü-mositalis fuvenes" "°). Als Friedrich l. endlich eine Aus-gleichung zwischen den beiden Heinrichen, Heinrich demBruder Otto's und Heinrich dem Löwen, der dadurch dasHerzogthum Bayern bekam, gelungen war, kann Otto seineFreude darüber gar nicht lebhaft genug ausdrücken und nenntFriedrich darum „Vater des Vaterlandes" "ch. Die Nieder-lagen, die sein Bruder Leopold durch Herzog Welf VI. er-litten hat, erzählt er frei und offen, nicht minder auch diekirchenplünderische Verheernngssncht seiner Brüder
§. 7. Vcrhältittß Ottv's zu den Wittclsbachcrn als Geschicht-schreiber.
Otto hat sich in den verschiedensten und verwickeltstenVerhältnissen, in denen er zu den Hohenstaufen und Welfenstand, seine literarische Ehre und Unparteilichkeit fleckenlosrein erhalten, wie wir bewiesen zu haben glauben, er stehtda als ein seltenes Beispiel von Unbcstochenheit und Frei-
LIrroii. VII. 26. I7rst. 144. ,,se jure IiaorelUtui'io ooiui-giS8c> cairrinn!sn8."
6Irron. VII. 25- 153. „lortiHine pugngircto."
6Ni-or>. ^rol. lib. II.
6<-8t. Vricl. II. 32.b°°) 61>ron. VII. 25. vi-8t. 153.