101
darum nennt Otto Nürnberg auch „caslrum lVorienm",ganz richtig, da dieses wirklich im ehemaligen Nordgau imengeren Sinne gelegen ist "H. An einer Stelle '") nenntjedoch Otto den Herzog Heinrich von Bayern Dncern „La-joariornin", und nicht, wie sonst, dlorioorum, obwohl erLchoarii statt Norici in anderem Zusammenhänge noch öftergebraucht. — Merkwürdig ist, daß Alemannien beiOrtovon einem Flüßchen den Namen bekommt, an dem Zürichliegt, von der Limmat, die er mit Iwmannus gibt "").Man ist doch sonst gewohnt, namentlich von Cäsar her undvon der antiken Geographie, unter Iwmnnnns den Genfcrseezu verstehen. Zürich (InroAum) schildert Otto als aus-nehmend reich und mächtig, „nolnlissirmnn Lusvias oppi-äum" "°). — Dänemark nennt er bald Daoia, baldDänin"''). — Von dem natürlichen und politischen ZustandeUngarn's, das er wegen seiner Fruchtbarkeit mit Aegyp-ten, ja mit dem Paradiese vergleicht, und das er auf seinemKrcuzzuge selbst gesehen hat, gibt er eine ziemlich ausführ-liche Schilderung ""). So sehr ihm das Land gefällt, sosehr mißfallen ihm die Menschen, so daß er sich über diegöttliche Langmuth wundert, daß sie solche Ungeheuer aufErden dulden könne. — Da ihm das inaro ^llriati-enm gleich dem k^rrlwnnm gilt""), scheint er dem Namennach noch kein mittelländisches Meer zu kennen. — „Kensu^dorormn snl) ax6 kontic-o" nennt Otto die Georgier;
'53) Oo8t. k'rirl. I. 16. Nur. 632.
Ke8t. krill. l. 88. Nur. 691-
^) kest. x'ricl. I. 8. Nur. 618->KI6.
"0 Oest. k'rill. II. 5. Nur. 70 l.
Kest. k'ricl. I. 31. Nur. 665.
^") Oest. kriil. I. 45. Nur. 676,