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§. 2. Otti/s Chronologie.
Die chronologischen Bestimmungen schöpft Otto vorAllem ans dem Alten Testament, die heilige Chronologie istdie Grundlage der seinen, wie sie durch das neue Testamentabgeschloßcn und in eine Art von System oder Zusammen-hang gebracht wurde durch den hl. Hieronymus. *") AberOtto verhehlt sich auch nicht, daß die chronologischen Anga-ben Verschiedener auch verschieden lauten. Er bekennt, daß dieHeiden eine eigene Chronologie haben, die von Ni-nus anhebe die zu berücksichtigen sei. Darum nimmt
er sich vor, die beiderseitigen chronologischen Angaben stets mit-einander zu vergleichen und diese vergleichende Methodezeigt sich bei allen seinen chronologischen Angaben. So bestimmter den Tod der Patriarchen mit sehr viel Fleiß immer nachden regierenden Fürsten Griechenlands, Aegypten's und desOrient's
Aber bei dieser Vergleichung und Zusammenstellungverschiedener Angaben bleibt Otto auch stehen, nir-gends wagt er eine entschiedene Bestimmung der Chronolo-gie, dafür war das Material zu seiner Zeit noch viel zumangelhaft. Diese Unentschiedenheit, mit der er sich nie-mals zur Lösung chronologischer Probleme verleiten läßt,sicht fast wie Gleichgiltigkeit aus. Wo er z. B. die Zeit-angabe verschiedener Schriftsteller nicht harmoniren sieht,sagt er gleich ohne Umstände: „tzumn eontrovarsiam sori-ptorös vläsrint" *").— Ein anderes Beispiel dieser Gleich-giltigkeit findet sich an der Stelle, wo er die Krönung Lud-
*22) Llii-on. l. 3. 4. 8. Ilrst. 10—t l.
*22) srmslcs gcntilium sb imperio Niui iucipiunt.
Huos sonnenlos simul^uc noslros cum illis suotorcs onnke-rontes etc." 6Iiron.
* 2 *) Lliron. l. 11. 13. 18. otc.
*2-) 6I,rou. V. 16. vrst. 10g.