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Otto von Freising : sein Charakter, seine Weltanschauung, sein Verhältniß zu seiner Zeit und seinen Zeitgenossen als ihr Geschichtsschreiber ; aus ihm selber dargestellt ; eine von der philosophischen Facultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München gekrönte Preisschrift
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schätzen, und trieb ihn an, solche, wenn sie ihm zu Gebotestanden, an Stellen, wo cs ihm passend schien, einzurücken.So theilt er gerne Urkunden Römischer Imperatoren mit,wenn sic sich günstig für die Christen aussprechen, und führtsie oft ganz im Contexte auf oder in langen Stellen ").Auch eine Urkunde des Athanasius und der Aegyptischen Bi-schöfe an Jovinianus""), und eine solche von Valentinus,Valens und Gratian an die Asiatischen Bischöfe theilt ermit"). Noch häufiger und wichtiger für die Geschichtesind die Urkunden, die Otto in seinen zwei Büchern ckoZostis ki-iclorioi I. mittheilt. Als Geschichtschreiber desKaisers hatte er Zutritt zum Reichsarchive und die Mitthei-lungen aus diesem sind unschätzbare, weil originelle Beiträgezur Geschichte, die uns ohne den diplomatischen Takt Otto'swahrscheinlich verloren gegangen wären. Doch ist Ottoauch wählig und will z. B. nicht alle Schreiben mitthei-len, die zwischen König Konrad und dem Griechischen KaiserManuel gewechselt wurden."") Seine compcndiöse Fassung,wie er sich ausdrückt, verbietet ihm eine solche Ausdehnung,er beschränkt sich daher auf die seiner Ansicht nach wichtig-sten und diese sind im ersten Buche cko ^estm Uricleriei I.:

1) König Konrad an den Griechischen Kaiser."')

2) Kaiser Manuel an Konrad."')

3) Konrad an Manuel."')

ck) Die Römer an König Konrad. "")

^) z. B. tlliron IV. 2. Ikrst. 80.

22) Lliron. IV. 11. Urst. 88.

°°) Lliron. IV. 13. Ilrst. 87.

>"")(slnae ns omnes ^onerentur, coinpsnllinin in esnsaluit." Oest. Vrick. I. 23. Klun. 656.

o. 23. n. 2«.

">") o. 28.