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§. 3. Traditionelle Quellen Otto's.
Eine nicht minder chrenwerthe Genauigkeit beobachtetOtto auch bei Angabe seiner nicht gedruckten, bloß traditio-nellen Quellen. Aeußerst gewissenhaft ist schon die genaueAusscheidung desjenigen Theiles seiner Schriften, in demer sich aus schriftliche Quellen stützte, von dem, den eraus mündlichen, traditionellen zusammcntrujp Diese Grenz-scheide gibt er selbst an°^) bei dem Jahre 1l06 mit denWorten: Huousgus tam ox Orosii quam ILusebii et eorum,qui post ipsos usquo ack nos soripsorunt, libris loota po-suimus. Laoterum quso soquuntur, quia reoenlis momo-riso sunt, a probabilibus viris traäita, vel a nobis
jpsis visu vel auckita ponemus"_„qui ackbuo supor-
stites sunt, luisso traäunt." °°). Bei fast allen an-dern Chronisten dieser Zeit ist dieß weniger genau, meistensgar nicht angegeben °'). Otto beruft sich sogar auf dieTradition, wo er die Zustände des heutigen Babels (Bag-dads) bespricht °"). In den Aoslis kricloriei imporstoriswar die Tradition Otto's, wenn auch nicht einzige, dochHauptquelle. Kaiser Friedrich selber verweiset ihn daraufin seinem quincioimium, indem er ihm vorführt, wie er vonden Vorfällen mit den Veronesern selber gehört habe").Seine traditionellen Quellen scheinen also zugleich officiellegewesen zu sein, denn oftmals werden die Schilderungen,namentlich in den ^ostis brickerioi, so genau, daß man nur
25) Lbrou. VII. 1l. Ilrst. 145.
22 ) Llirou. VII 14. Ilrst. 146.
2 ') Stcnzcl, Gesch. Deutschlands unter d. fränkischen Kaisern. LtcrBd. S. 8—9.
22 ) ,,IIt a probstis transiusrinorum viris cognoviinus. ^Obrou. VII. 3. Ilrst. 141.
22) „Du suelisti." Nur. 636.