gen bcigcgcben. Vor dem Epilog sind aus jener Handschriftzwölf leoninische Hexameter dcigesiigt. Die Lesarten beiMnratori zu den Büchern cle §65tis krickarloi fehlen beiJoannis ebenfalls nicht ^).
H. 6. Eine Nebcrsetzung.
Lange schon vorher, ehe in Berlin in neuester Zeit aus-gezeichnete Historiker daran dachten, die lateinischen Chroni-sten des Mittelalters in deutscher Sprache herauszugebcn,wurde in unserm Dichter, Friedrich Schiller, der damalsProfessor der Geschichte zu Jena war, ein ähnlicher Ge-danke wach, der auch der Wirklichkeit nicht ermangelte, in-dem er unter dem Titel „Allgemeine Sammlung historischerMemotres" mehrere Bände solcher Nebersetzungen, mit Ein-leitungen und Anmerkungen versehen, erscheinen ließ. DerUeberseher waren mehrere und man nahm sich vor, vomzwölften Jahrhundert an bis in die neueste Zeit vorzuschrei-ten. Aber in dortiger unruhiger Zeit mußte die Sache baldwieder in's Stocken gerathen. In dieser Sammlung erschiennun auch I. Abthcil. 2 ter Band. Jena 1790. S. 155 ff.eine Nebcrsetzung der Bücher Otto's von Freising und sei-nes Fortsctzcrs Radevicus über Friedrich I. unter dem Titel:„Denkwürdigkeiten aus dem Leben Friedrich I. beschriebendurch ic." Diese Nebcrsetzung hat aber als historische vielmehr Fehler als Vorzüge. Der Styl, der an Schiller sel-ber erinnert, ist leicht und rein, ja man darf sagen, klassisch,aber die Nebersetzung ist so oberflächlich und ungenau, daßdie scharf und genau gestellten Worte Otto's ganz und garverwischt sind. Ganze Perioden Otto's schwinden in dieserNebcrsetzung oft in ein Wort zusammen und wiederum blähensich einzelne Ausdrücke zu ganzen Sätzen auf. Eigcnschasts-
Archiv f. ältere d. Geschichtsk. ll. 19 l.