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Otto von Freising : sein Charakter, seine Weltanschauung, sein Verhältniß zu seiner Zeit und seinen Zeitgenossen als ihr Geschichtsschreiber ; aus ihm selber dargestellt ; eine von der philosophischen Facultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München gekrönte Preisschrift
Entstehung
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Kaiser, worin er selbst seines neuen Werkes als eines sol-chen erwähnt. Die Zeit der Abfassung ist demnach hierauch viel leichter anzugeben, als beim Chroniken. Otto konntediese Arbeit, die somit in'S fünfte Rcgierungsjahr Fiedrichs I.fällt, erst 1156 beginnen ') und nicht länger als 2 Jahredaran arbeiten, da er 1158 schon starb. Vielleicht fälltAnfang und Ende dieser Arbeit zugleich in das Jahr 1156,da Otto dieselbe mit diesem Jahre auch abschließt. Dage-gen sangen diese zwei Bücher, wie man aus dem Titelschließen sollte, nicht mit 1152, als dem ersten Regierungs-jahre Friedrichs I. an, sondern holen weit aus und begin-nen mit dem Jahre 1076, so daß sic das Chronikon vondiesem Jahre an bis zu dessen Ende ergänzen. Vom KaiserFriedrich spricht erst das zweite Buch. Im Jahre 1076endet auch ^clam Lramsnsis und das Jahr darauf, 1077,schließen die ^rurales Immllerti Lelmlimbui'»'. °), so daßOtto in seinem zweiten Werke, selbst chronologisch genom-men, als der würdigste Nachfolger dieser Geschichtschreibererscheint, die zu den besten des Mittelalters gehören.

tz. 4. Codices.

Die mehr oder minder große Anzahl Von Handschrifteneines Werkes aus dem Mittelalter ist einer der besten undsichersten Anhaltspunkte, um über dessen Werthschätzung undVerbreitung ein Urtheil zu, fällen; darum führen wir hierdiejenigen auf, die uns im Laufe unserer Arbeit bekannt ge-worden sind. Wir beobachten in der Aufzählung derselbenkeine besondere Ordnung, trennen dieselben auch nicht inHandschriften des Chronikon und des Werkes über Kaiser

') Neicdelb. I. c. 342.

IlamdorgLi', llirevtoriuin llisloric. inoclii pot'iz. sovi. Kooit.1771. S. 189,