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phisch-productive Köpfe. Darum nahm cs die in der altenWelt höher stehende Philosophie als Repräsentantin dermenschlichen Intelligenz, wie diese, sich selbst überlassen, inihrer göttlichen Ebenbildlichkeit fort und fort wirkt; als Re-^ Präsentanten der Philosophie selbst aber sah es die zweihöchsten und edelsten Gestalten des denkenden Heidenthums,! Plato und Aristoteles, an. Die Stellung des Plato und
> Aristoteles war die der Zeugen, die, so weit der kritische Ap-
! parat hinrcichte, auf daS gewissenhafteste abgehört wurden,- um aus ihrem Munde die Philosophie, aus dieser aber die; Vernunft zu vernehmen. Erst wenn so nicht nur Offenba-' rung und Bibel, sondern auch Vernunft und Philosophie
; abgehört worden waren, erfolgte der entscheidende Spllogis-
! mus, der solcher Weise zu seinen Prämissen alle damals gc-
^ glaubte und gekannte göttliche und menschliche Wahrheit
i hatte. Da aber der Glaube immerhin die Basis des
l menschlichen Erkennens bildete, so blieb der Sinn der Scho-
^ lastiker im Allgemeinen immer demüthig, und, die diese De-' muth und mit ihr den kirchlichen Boden verließen, sind zuZ den Ausnahmen zu zählen. Die Philosophie selber hatte ja
r eine demütbige, dienende Stellung, als „Magd der Theologie"
s einzunehmen. Ein zweites unterscheidendes Merkmal der Scho-S lastik besteht darin, daß dieTheologie nichts weniger,t als für eine historische Wissenschaft gehaltenz wurde, wie es seit der Reformation bis auf unsere Tagez geschieht und auch in den ersten Jahrhunderten des1 Christenthums mehr der Fall war. Ueber diese historischenz Fragen war man dort hinaus, denn man glaubte allge-z mein an alle und jede historische Thatsache des Christenthumsso steif und fest, wie an sein selbsteigenes leibliches Daseinund an die Existenz der Welt. Bloß die Dogmen interessir-ten, sie wurden auf's genaueste bestimmt uud erörtert, z. B.wie man sich die Allgegenwart Gottes vorzustellen habe und
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