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Otto von Freising : sein Charakter, seine Weltanschauung, sein Verhältniß zu seiner Zeit und seinen Zeitgenossen als ihr Geschichtsschreiber ; aus ihm selber dargestellt ; eine von der philosophischen Facultät der Ludwig-Maximilians-Universität zu München gekrönte Preisschrift
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pfen, wie aus ähnlichen kleineren, ging er dem Erfolgenach stets als Sieger davon. Das gewichtigste Argument desMittelalters, die päpstliche Auctorität, mußte in Verbindungmit den glänzendsten Waffen der Beredsamkeit und einerPersönlichkeit, die das Wunder und Orakel aller Fürstenund Völker des Abendlandes war, wie ganz natürlich ob-siegen. Ein nicht geringer Beweis, welch' überwiegenden,fast ausschließlichen Einfluß der heilige Bernhard aus Eu-gen III. ausübte, ist die Thatsache, daß einmal alle Cardi-näle der Römischen Kirche einstimmig sich beim Papste überdiesen ungebührlichen Einfluß seinesadbas" und über Zu-rücksetzung ihres Ansehens beklagten und zwar in sehr ern-sten , entrüsteten Worten Bernhard wußte aber auch sei-nen Geist auf seinen Orden überzutragen. Die Cistercien-ser, die Alexander III. als rechtmäßigen Papst anerkannthatten, ließen sich durch ein Edikt Kaiser Friedrich's in die-ser Anerkennung nicht wankend machen und eine fremdekirchliche Ueberzengung nicht aufdringen. Lieber wundertensie in gedrängten Schaarcn nach Frankreich aus, als daßsie des Kaisers Papst, Victor, anerkannt hätten^). DieserVorgang fällt schon über die Lebenslage Otto's hinaus,aber wir wollen ihn hier nur berühren, um eines von denvielen Argumenten der Geschichte anzuführen, daß Bernhard inseinem Orden fortlebte. Bernhard starb schon am 20. Aug. 1153.

Außer diesen geistigen und geistlichen Mitteln, dieden damaligen Päpsten gegen ihre Feinde zur Verfüg-ung waren, gab es auch noch eine weltliche Macht, dieihre Politik für ihre Interessen gegen ihre kaiserlichen undköniglichen Feinde in dieser Zeit in Bewegung zu setzenwußte, dieß ist die Macht der Norm annen in Sicilien.

Otton. IHs. Iit). I. cts gesiis c. 57.

') Reuter, Gesch. Ater. d. HI. S. L33.