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europäischen Staatenrcpublik; unter Alexander III., der einJahr nach Otto's Tode denselben Stuhl ciunahm, erreichte dieprogressive Bewegung des päpstlichen Einflußes den Wende-punkt, unter Jnnoccns III. einen kraftvollen Schluß; unter Bo-nifacius VIII. ist aber das Sinken schon sehr merklich, um somerklicher, als dieser energische Papst sich selber zu täuschenschien, daß der Boden, der einst auch politisch große Päpste ge-tragen hat, bedeutend wank geworden ist. Was nun dieZeit zwischen den Pontificaten Gregor's VII. und Alexan-der's III. näher anbelangt, so hat sie, wie alle Uebergangs-perioden, etwas Schwüles, Drückendes, das von Männernmit seinem politischen Zartgefühl begabt, auch lebhaft ge-fühlt wird; ein solcher war Bischof Otto von Freising. Mansah eine Vergangenheit sich entrinnen, ohne schon die nächsteZukunft, die an die Stelle dieser Vergangenheit treten sollte,anders, als an matten Umrißen zu erkennen. Der Jnvesti-turstreit war überwunden, und doch mußte man sich gestehen,daß mit Bereinigung dieses besonderen Streitpunktes dasGanze und Allgemeine, das der Sache zu Grunde lag undsich durch den Kampf selber mehr und mehr hcrausbildete,noch nicht abgethan war. Um Kirche und Staat gingdie Frage und diese hatten mehr nur paciscirt als Friedengeschlossen. Darum bestand zwischen diesen beiden Haupt-mächten der Christenheit fortwährend Spannung und Gereizt-heit, die durch den geringsten Anlaß in offenen Bruch undKampf auszuarten drohte. Die Zeit ist voll von halb ab-sichtlichen, halb unbewußten Mißverständnissen zwischen Papstund Kaiser, die selbst unter einem Herrscher, wie Lothar II.,nicht fehlten, der der Kirche gegenüber doch nicht halb sojugendtrotzig, kalt und mißtrauisch war, wie seine Hohen-staufischen Nachfolger. Und diese Spannung zwischen Geist-lich und Weltlich ging von den höchsten Kreisen durch allenächstfolgenden hindurch in die niedrigsten Sphären hinab,