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die es nicht zulicß, daß Otto im Getümmel des Hof- oderFeldlagers sterben sollte °'). Otto ging nach Freising zu-rück, nm von den Seinen, wie er wohl ahnen mochte, fürimmer Abschied zu nehmen und an Begleitung seines geliebtenZöglings Radevicus, der zugleich sein Geheimschreibcr und Ca-nonicus an der Domkirche war, sich nach Morimnnd zu begeben,wo eben Gencralcapitel seines Ordens gehalten wurdeWas Otto zu dieser Reise bewog, mochte wohl Mehrcressein. Entweder pflegte er regelmäßig die Gencralcapitel sei-nes Ordens auch als Bischof noch zu besuchen, wie Urstisiusmeint oder er bekam jenes Heimweh, wie es sich oftbei Leuten einstcllt, die ihr Ende hcrannahen fühlen. Ersehnte sich nach einem Orte, an dem er einst glückliche, viel-leicht die glücklichsten Stunden seines Lebens verlebt hatte;er war ja schon sehr jung nach Morimund gekommen. DieReise dahin verschlimmerte seinen Zustand, daö schon ziem-lich herbstliche Wetter machte ihn noch kränker. Er mußtesogleich bei seiner Ankunft das Krankenlager aufsuchen, umes nimmermehr zu verlassen. Mit vollem Bewußtsein dessen,was da kommen sollte, sprach er zu seinen ihn mit Thränenumstehenden Brüdern noch Vieles von Religion und Unsterb-lichkeit, Strafe und Belohnung im Jenseits, empfahl ihnenseine Schriften zur Durchsicht und Ausbesserung, wenn eretwas gegen die heilige Kirche und deren Glaubenslehren vor-gebracht oder zu Gunsten Gilberts de la Porree niederge-schrieben hätte, was irgendwie oder irgendwem anstößigsein könnte, machte ein förmliches Testament, empfing dieheiligen Sakramente und verschied in Gegenwart vieler Bi-schöfe und Aebte seines Ordens in den Armen Radevicus',
Radenis, heil. Vaycrland. Augsb. 1714. S. 77.Meicliolb. I. c. 345.d") 8ercht. rer. gerni. S. 4.
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