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wollte, daß der Transit künftighin durch sein Herzogthumund nimmer durch das Bisthum gehe, und überfiel in einerNacht des Jahres 1158 den blühenden Ort Vöring, zer-störte Brücke, Schloß und Münzstätte und ließ das vorräthiglagernde Salz stromaufwärts nach dem Flecken München ab-führen, das in kurzer Zeit zu einer Stadt erwuchs. Dorterbaute er eine Brücke und traf andere Anstalten, um denTransit dahin zu leiten. Darum kam Otto klagend zumKaiser nach Augsburg. Dieser entschied nun in Kürze so:„Von Münze (Schlagsatz) und Zoll in München soll derBischof von Freising den dritten Thcil bekommen, er magsich nun auch einen eigenen Zöllner dort halten. Doch solldafür Zoll und Münze in Voring wegfallen ")." DerEntscheid lautete offenbar für Heinrich den Löwen auffallend,fast parteiisch günstig, denn der Welfe hatte für seinen Ge-waltsstreich die rechte Zeit ausersehen, wo er vom Kaisernicht leicht einen andern Entscheid erwarten konnte, die Zeitvor dem Römerzuge, wo die Macht dieses Fürsten demKaiser so überaus wichtig und nothwendig war.
Aber ein Rechtsstreit sollte nicht der Schlußstein derpolitischen Laufbahn des Bischofs Otto sein, die Vorsehunghatte ihm zu diesem Zwecke noch einen schöneren Akt Vorbe-halten, in dem er mehr Bischof als Fürst sein durfte. Eswar dieß die endliche Versöhnung des Kaisers mit PapstHadrian IV. Der Zwist zwischen den beiden Häupternder Christenheit war schon 1157 ausgebrochcn, wo derKaiser zu Besanyon einen Reichstag hielt. Da erschie-nen auch päpstliche Legaten mit einem Schreiben, worinsich der Papst beklagte, daß der Schwedische Erzbischof von
Augusts. 14. 31,ru 1158. Nsicbelb. 1. e. 337 — 38. 8»b-iner, Regesta otc. 83t. S. 127.